Der SV Jena-Zwätzen hat das Spitzenspiel der Fußball‑Landesklassen‑Staffel 1 gegen den direkten Verfolger SV Schmölln 1913 mit 3:1 gewonnen und ist jetzt punktgleich mit Tabellenführer FC Einheit Bad Berka. Verdient, aber hart erarbeitet war der Sieg – zumal der Auftakt misslang.
Schon nach drei Minuten setzte sich Schmöllns Erik Großmann durch, Zwätzens Torhüter Marcel Witzenhausen brachte ihn zu Fall – Elfmeter. Leon Gensch verwandelte trocken rechts – sein 20. Saisontor (3.).

Doch das stachelte die Gastgeber eher an. Zwätzen übernahm sofort die Kontrolle und glich schnell aus: Nach einem Zusammenprall von Schmöllns Keeper Richard Klaus mit einem Mitspieler landete der Ball bei Luan Ferizi, der aus zwölf Metern traf (17.).

Nur drei Minuten später folgte die Führung: Ferizi traf zunächst den Pfosten, Moritz Romanus staubte zum 2:1 ab (20.). Zwätzen dominierte nun klar, ließ jedoch weitere Chancen liegen. „Einziges Manko: Wir hätten vor der Pause mehr daraus machen müssen“, sagte Trainer Frank Lenz.
Mehrere Chancen bleiben ungenutzt
Ferizi zog knapp übers Tor (31.), Seidler traf ans Außennetz (34.), Kettwich nach Solo und Romanus mit Schrägschuss wollten es zu genau machen (37.). So blieb es knapp.

Schmölln verlor den Zugriff – und musste zudem mehrere Ausfälle verkraften. Torhüter Klaus spielte trotz Schulterproblemen zunächst weiter. Nicht die einzige Hiobsbotschaft. Auch Gabor Vass (Schulterverletzung) und Justin Deutloff (wohl Bänderriss im Knie) mussten raus. Letzterer musste sogar ins Krankenhaus.
Schmöllns Trainer Rauch kritisiert zweite Hälfte seines Teams
Schmöllns Trainer Tim Rauch schwante spätestens nach diesem Tor Schlimmes. „Wir haben gut begonnen, die zweiten Bälle geholt und gute Umschaltmomente gehabt. Das ging dann nach den Toren zunehmend verloren. Auch nach der Pause haben wir uns zu sehr hinter unseren Möglichkeiten versteckt.“

Nach der Pause blieb die Partie umkämpft. Großmann verfehlte für Schmölln per Kopf (67.), auf der Gegenseite scheiterte Erik Tauch am eingewechselten Torhüter Mohammed Aminu (52.) und Leon Kettwig verfehlte mit einem Kopfball (72.), leitete dann aber schließlich die Entscheidung ein: Seinen präzisen Steilpass jagte Richard Seidler aus gut 15 Metern zum 3:1 unter die Latte (84.).
Seidler nach dem Spiel zu Scherzen aufgelegt
Der Torschütze, happy und humorvoll: „Ich musste sofort abziehen, hatte die Wahl – entweder setzte ich den Ball weit daneben auf die Straße, oder direkt ins Tor. Ich habe mich fürs Tor entschieden.“

Zwätzens Trainer Frank Lenz war zufrieden: „Wir haben sehr viel Druck erzeugt, auch gut verteidigt, hätten sicher unsere Chancen noch besser nutzen können. Aber sechs Punkte aus zwei Top-Spielen, das ist schon was, und da ziehe ich vor meiner Mannschaft den Hut.“
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Mit dem 3:1-Sieg ist Zwätzen nun punkgleich mit Spitzenreiter Einheit Bad Berka und auch Schmölln hat noch die Chance nach oben. Tim Rauch: „Das ist nicht viel, da ist noch alles möglich, und kommende Woche kommt der Spitzenreiter zu uns.“ Übrigens: Alle drei aktuellen Top-Teams der Landesklasse, Bad Berka, Zwätzen und Schmölln, haben signalisiert, im Meisterfall auch aufsteigen zu wollen. Ein richtig gutes Zeichen.




