Tirill Mørch hielt und zerrte, doch Luca Faragó ließ sich nicht stoppen. Die Kreisläuferin kämpfte sich mit unbändigem Einsatz frei und traf zum 30:24 (52.). Ein Tor des Willens brachte die Vorentscheidung. Symptomatisch für ihren Thüringer HC, der sich am Samstag für eine große Willensleistung belohnen konnte.

Noch einmal hielt Torhüterin Laura Kuske. Dann war es vollbracht. Zum vierten Mal hintereinander zogen die Handballerinnen des Thüringer HC in das Viertelfinale der European League ein. Mit dem Druck, punkten zu müssen, löste der Bundesligist dank einer starken zweiten Halbzeit die Aufgabe bei Schlusslicht Larvik HK und sicherte sich mit einem 34:28 (17:17) die Teilnahme an der nächsten Runde. Beste Werferin war einmal mehr Johanna Reichert mit elf Toren.

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Mosonmagyaróvár sichert sich Gruppensieg

Mosonmagyaróvár gewann im Fernduell zu Hause gegen Baia Mare 28:24 (13:9). Die Thüringerinnen aber holten sich den durch den gewonnenen direkten Vergleich und das bessere Torverhältnis den Gruppensieg.

Drei Tage nach der herben Niederlage gegen Bundesliga-Spitzenreiter Dortmund (22:33) begannen diese das „Endspiel“ allerdings nervös und machten damit den personell geschwächten Einheimischen Mut. Mit der Hereinnahme von Csenge Kuczora gelang es, sich auf 14:10 (20.) abzusetzen. Lotta Heider, die eine starke Leistung zeigte, traf zuverlässig auch im vierten Versuch von Rechtsaußen.

Doch die Führung brachte keine Sicherheit in das THC-Spiel. Die Ungarin, die im Rückraum für Belebung sorgte, agierte glücklos. Die Chancenverwertung erwies sich erneut als Manko beim Bundesligisten. Dennoch lag er zur Pause durch das 17:17 auf Kurs.

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Schwächephase nach der Pause lässt THC kurz bangen

Da Mosonmagyaróvár nach dreißig Minuten 13:9 vorn lag, durfte der THC keine Schützenhilfe erwarten. Doch musste er zunächst mächtig bangen. Auch durch Torhüterin Olivia Nygaard, die nach einer Viertelstunde in die Partie gekommen war und einige Male hielt, geriet der THC ins Hintertreffen (19:22, 37.).

Was THC-Trainer Herbert Müller gegen Dortmund bemängelt hatte, zeigte seine Mannschaft diesmal und kämpfte sich gegen abbauende Norwegerinnen mit Leidenschaft zurück. Johanna Reichert war nun richtig in Fahrt gekommen. Die Österreicherin stellte per Dreierpack zum 28:24 die Weichen und schloss den 13:2-Lauf des THC mit dem elften Treffer ab (32:24, 55.).