Damit der Bus auch weiterhin das klimafreundliche Rückgrat für die Beförderung der Menschen zur Schule, zur Arbeit sowie in Freizeit und Urlaub bleibt, ist die Politik gefragt. „Wir sehen das Fahrtenangebot im ländlichen Raum in hoher Gefahr“, betonte Mario König, Vorsitzender des Verbandes Mitteldeutscher Omnibusunternehmen, beim Verbandstag in Halle.
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Die Umstellung der Flotte auf die gesetzlich geforderten alternativen Antriebe verschlinge Unsummen. Der emissionsfreie Elektrobus sei auf den Straßen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bereits seit Jahren Realität. „Die Unternehmen haben sich diesem Wandel gestellt, aber die Wirtschaftlichkeit der E-Antriebe fehlt“, kritisierte König. Ein flächendeckender Einsatz sei in den häufig familiengeführten Betrieben jedoch nur möglich, wenn sie langfristige Planungssicherheit bei der Vergabe der Linienkonzessionen über zehn oder besser zwanzig Jahre von der Politik erhalten.
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Ebenso bräuchten sie langfristige Sicherheit, dass die Fördermittel für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur in ausreichendem Maße und strategisch richtig zugeteilt werden. Nur so könnten sie die im Vergleich zum Dieselantrieb weit höheren Anschaffungskosten für Elektroantriebe in Angriff nehmen. „Dringend notwendig ist endlich ein niedriger Preis für Fahrstrom, analog zum eben beschlossenen Industriestrompreis“, so König. Wesentlich wäre auch der Abbau der überbordenden Bürokratie, der gerade die privaten kleineren mittelständischen Betriebe an den Rand der Verzweiflung bringt.
- Über das Thema diskutieren Experten, Politiker – darunter Thüringens Verkehrsminister Steffen Schütz – und Unternehmer auch auf dem Forum „Mobilitätswende ausgebremst?“ am 18. November ab 18 Uhr im Betriebshof der Erfurter Verkehrsbetriebe am Urbicher Kreuz in Erfurt. Interessierte Leser können sich hier anmelden.





