Der italienische Luxusautobauer Ferrari hat am Dienstag sein erstes Elektromodell präsentiert: Es heißt Luce, italienisch für Licht. In der Spitze schafft der Wagen mehr als 310 Kilometer pro Stunde (km/h) bei einer Reichweite von 530 Kilometern, wie Ferrari mitteilte. Doch Anleger konnten diese eindrucksvollen Fakten offenbar nicht überzeugen. Am Dienstag sackte die Aktie auf 291,30 Euro ab, ein Minus von rund sechs Prozent.

Luce hat 1000 PS unter der Haube und beschleunigt laut dem italienischen Sportwagenhersteller in 2,5 Sekunden auf 100 km/h. Die Energie liefert eine 122-Kilowatt-Batterie – sie macht das Auto zum schwersten Modell von Ferrari jemals, es wiegt 2,26 Tonnen. Der Luce ist zudem das zweite Modell von Ferrari jemals mit vier Türen und das erste mit fünf Sitzen. Kostenpunkt: 550.000 Euro.
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„Wir schlagen ein neues Kapitel auf, das unsere Vision Wirklichkeit werden lässt und Ferraris Tradition stärkt, die Zukunft vorwegzunehmen und zu gestalten“, erklärte Unternehmenschef John Elkann.
Der Luce kommt in glatterer, futuristischer und weniger Ferrari-klassischen Hülle daher. Kritiker vermissen daher den Look eines Sportwagens. Am Design arbeiteten auch Jony Ive und Marc Newson mit, die auch an vielen Apple-Produkten mitwirkten. Aufgrund dieser Verbindung fühlen sich viele Skeptiker eher an ein Tech-Produkt erinnert.
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Ferrari ist spät dran mit einem E-Modell – andere Luxusautohersteller treten bei Elektrofahrzeugen bereits wieder auf die Bremse, weil die Nachfrage gering ist. Dazu gehört etwa Lamborghini. Die VW-Tochter hat ihr erstes E-Modell auf 2029 verschoben, weil der Luxusmarkt für elektrische Sportwagen noch nicht bereit sei. Einen massiven Einbruch wie bei Jaguar will Ferrari unbedingt vermeiden. Ferrari hatte zunächst erklärt, im Jahr 2030 sollten 40 Prozent seiner Autos elektrisch sein – dieses Ziel wurde im vergangenen Jahr auf 20 Prozent gesenkt.
AFP/jle




