Mit Argusaugen wird im Eichsfeld intensiv die lokale Situation zur Geflügelpest bei Wildvögeln beobachtet. Jetzt gibt es einen ersten Verdachtsfall. Wie das Veterinäramt des Landkreises mitteilt, stand am Mittwoch spontan ein kleiner Trupp von Kranichen auf einem abgeernteten Feld bei Dingelstädt. Mehrere aufmerksame Bürger informierten das Amt über ein Einzeltier, das sich von der Gruppe abgesondert hatte und offensichtlich krank schien. Kurze Zeit später konnte das verendete Tier geborgen und an das Labor überstellt werden.

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Der positive Befund des Landeslabors ging am Freitagmorgen im Veterinäramt Worbis ein, die Bestätigung seitens des FLI (Friedrich-Löffler-Institut) des Bundes stehe aber noch aus. „Der Rest der kleinen Kranichgruppe erschien von Ferne unauffällig und ist mittlerweile wieder abgezogen“, teilt das Amt mit. Von weiteren Maßnahmen wie Absperrungen und dergleichen werde daher vorerst abgesehen.

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Besondere Vorkehrung in der Nähe von Gewässern angeraten

Das Veterinäramt stehe bereits in intensivem Austausch mit Geflügelhaltern. Besonders die Notwendigkeit der Aufstallung wird aktuell häufig angefragt und dazu sehr individuell beraten. Von einer grundsätzlichen Stallpflicht wird aktuell jedoch noch abgesehen. Bei Tierhaltungen in unmittelbarer Nähe zu Gewässern, auch zu Tümpeln und kleinen Wasserläufen mit potenziellem Aufenthalt von Wassergeflügel, wird die Aufstallung jedoch dringend angeraten. Anfliegende Enten und Gänse könnten infiziert sein, auch Krähen können im Einzelfall bei der Übertragung der Geflügelpest eine Rolle spielen.

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Die Prüfung zur Stallpflicht obliegt in Thüringen den Landkreisen unabhängig voneinander. „Die Unterschiedlichkeit der Entscheidungen mag auf den ersten Blick verwirren, ist aber notwendig und richtig, um dem unterschiedlichen Risiko – je nach Lage – Rechnung zu tragen“, heißt es aus dem Amt. Kraniche beispielsweise fliegen hauptsächlich größere oder zusammenhängende Wasserflächen als traditionelle Rastplätze an, die es im Eichsfeld nicht gebe. Nur vereinzelt entfernen sie sich auf umliegende Felder in bis zu 50 Kilometer von ihren angestammten Seengebieten, wie zum Beispiel Kelbra, so auch im jüngsten Fall von Dingelstädt.

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Die Lage im Landkreis Eichsfeld werde weiterhin beobachtet, auch an den lokalen Gewässern. Der Landkreis Eichsfeld bedankt sich bei den aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Mitteilung und den sensiblen Umgang mit der Thematik. Solche Hinweise tragen entscheidend dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen, Fehleinschätzungen zu vermeiden und das Risiko tagesaktuell einschätzen und bewerten zu können.

red