Rückt der Löschzug der Berufsfeuerwehr aus, sorgt das stets für neugierige Blicke. Häufig handelt es sich allerdings um einen Fehlalarm, der durch eine Brandmeldeanlage ausgelöst wurde. Am Wochenende kursierten ziemlich schnell Gerüchte nach einem Einsatz am Freitag in der neuen Dreifelderhalle: Deospray soll die Feuerwehr auf den Plan gerufen haben. Am Vormittag hatte dort wie immer Schulsportunterricht stattgefunden, Schüler zogen sich in den Umkleidekabinen um. In einer schlug der Rauchmelder an.

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„Für uns als Feuerwehr war kein Auslösegrund erkennbar“, sagt Lars Anger, Sprecher der Erfurter Feuerwehr, auf Anfrage unserer Redaktion. Vor Ort seien keine sogenannten Brandkenngrößen wie Feuer, Rauch oder Temperaturanstieg erkennbar gewesen. „Es roch nach Deo in der Kabine, das kann ich bestätigen.“

Einsätze ähnlicher Art in anderen Orten

Sucht man im Internet nach vergleichbaren Einsätzen, wird man schnell fündig. Erst vor zwei Wochen vermeldete die Feuerwehr Friedrichstadt, dass auch sie zu einem Einsatz mit „Aha-Effekt“, wie sie es auf ihrer Webseite beschreibt, ausgerückt war. „Bereits bei der ersten Erkundung führte die Nase unsere Einsatzkräfte zielsicher zum vermeintlichen Ausgangspunkt des Alarms. Ein großzügiger Einsatz von Körperspray hatte den Rauchmelder aktiviert“, heißt es auf der Webseite.

Brandmeldeanlagen direkt mit Feuerwehr verbunden

In Erfurt kommt es nahezu täglich zu Einsätzen wegen eines falschen Brandmeldeanlagenalarms. Drei Hauptursachen für Alarmierungen, die sich am Ende als unbegründet entpuppen, sind technische Störungen in den Anlagen, Wartungsfehler und mutwillig eingeschlagene Feuermelder an öffentlichen Orten.

Dennoch haben viele Fehlalarme eine reale Ursache. Angebranntes Essen oder dichter Wasserdampf von Duschen in Hotelzimmern. „Deshalb hängen in Wohnungen keine Rauchmelder in Küchen und Badezimmern. Sonst würde es regelmäßig piepsen. Denn auch ein durch Öldunst verdreckter Rauchmelder kann zu Fehlalarmen führen“, sagt Lars Angler.

Bei der Leitstelle sind die Brandmeldeanlagen (BMA) von großen Gebäuden direkt aufgeschaltet. Löst also ein Brandmelder aus, geht das zur Gebäude-BMA, wie in diesem Fall die Dreifelderhalle, und von da direkt zur Rettungsleitstelle. Sofort rückt die Feuerwehr mit dem kompletten Zug aus. Kostenpunkt: 1280 Euro bei den größeren Anlagen. Die Kosten trägt stets der Eigentümer der BMA, im aktuellen Fall also die Stadt.

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Übrigens: In ihren Verhaltensregeln beim Sportunterricht haben manche Schulen nicht nur festgelegt, dass ausschließlich Sportschuhe mit heller Sohle erlaubt und Kaugummis verboten sind, sondern auch, dass das Benutzen von Deodorantsprays untersagt ist . . .