Wird das etwa der verspätete Festivalsommer in Erfurt? Die Wettervorhersage verspricht aktuell einen sonnigen Spätsommertag und der Veranstaltungskalender gleich mehrere Feste gleichzeitig.
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Mit dem „Krämpf fresh“ kommt das bekannte Ortsteilfest in die Krämpfervorstadt und das Gemeinschaftsprojekt „Hood not Kiez“ in den Erfurter Norden. Beide Events versprechen Musik, Kreativität und wollen ihre Nachbarschaft gemeinsam feiern.
Straßensperrung begleitet das Erfurter Ortsteilfest „Krämpf fresh“
Das Ortsteilfest „Krämpf fresh“ findet am Samstag, 12. September, in der Krämpfervorstadt statt. Unter dem Banner „Fuß. Gang. Ich“ wird es zwischen 13 und 18 Uhr unter anderem Kreativangebote, eine Kaffeetafel, Spielflächen und einiges an Musik geben.

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Die Veranstaltung möchte auf die Verkehrssituation in der Krämpfervorstadt aufmerksam machen. Darum wird von 11 bis 19 Uhr die Geschwister-Scholl-Straße zwischen Rathenau- und Reißhausstraße für den Verkehr gesperrt.
Unter anderem wird das Fairly mit einem XL-Flohmarkt auf mehr als 100 Quadratmetern vor Ort sein. Musikalisch wird das Fest mit Auftritten vom Erfurter Kneipenchor und einer After-Show-Party in der Lagune von 15 bis 23 Uhr mit „Soundsystem“ begleitet. Außerdem setze man auf das Engagement der anliegenden Anwohner: Jeder könne sich am Stadtteilfest beteiligen, so Frank Mittelstädt von der Lagune.
Wer zwischendrin eine Pause vom Trubel braucht, kann in die Jederkann-Galerie zum Ausruhen und Kreativsein kommen. Das Zentrum am Leipziger Platz öffnet ab 14 Uhr seine Türen.

Festival „Hood not Kiez“ bringt Geschichte, Kunst und Musik in den Erfurter Norden
Weiter nördlich findet in Erfurt das „Hood not Kiez“ statt. „Das Gemeinschaftsprojekt im Erfurter Norden“ findet von Freitag, 11. September, bis Sonntag, 13. September, statt. Hier sind unter anderem Stadtteilspaziergänge, Filmvorstellungen und Konzerte angekündigt. Beteiligt sind etwa das Klanggerüst, Frau Korte, Saline 34 und das Schambrowski.
Das Festival startet am Freitag um 14 Uhr mit dem Stadtrundgang „Arbeiterbewegung und Nationalsozialismus“ durch Ilversgehofen. Start ist am „veto“. Der Samstag beginnt um 13 Uhr mit einem Kunstmarkt im Klanggerüst, wo es 16 Uhr mit einem Vortrag zu Medienstrategien der extremen Rechten von der Mobilen Beratung in Thüringen (Mobit) weitergeht.
Das Schambrowski zeigt abends die Filme „Freie Räume“ (Samstag, 17.30 Uhr) über die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung in Westdeutschland in den Siebzigern und „Mi país imaginario“ (Sonntag, 13 Uhr) über die sozialen Proteste in Chile seit 2019.
Keine Angst vor Festival-Konkurrenz in Erfurt
Musikalisch dürfte es ebenfalls ein bunter Abend werden: Erfurter Punk-Bands wie „Scheißekotzen“ und „Frenemy Society“ sollen auftreten. Mit dabei sind ebenfalls „No Brakes“ mit Punkrock aus Gotha und die „Pregnant Boys“ mit Ska aus Südthüringen. Bei der Aftershow ist auch Björn Peng mit einem „wütend stampfenden Soundtrack gegen die Tristesse des Alltags“ dabei. Den ganzen Zeitplan und weitere Informationen gibt es auf Instagram @hoodnotkiez_erfurt.
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Ob das alteingesessene „Krämpf fresh“ diese Konkurrenz am Samstag fürchtet? „Auf keinen Fall“, sagt Frank Mittelstädt. „Es ist nur wünschenswert, wenn wir Nachahmer haben, die ihren eigenen Stadtteil feiern.“ Lediglich beim Anfragen der Künstler sei das Parallelevent im Norden bemerkbar gewesen: „Da waren dann eben manche schon eingespannt“, so Mittelstädt. „Aber Erfurt ist Kulturstadt genug, um zwei Veranstaltungen gleichzeitig auszuhalten.“








