Christoph Maria Herbst drückt seine Wertschätzung für die Haltung des TV-Moderators Thomas Gottschalk aus, der trotz einer schweren Krebserkrankung weiterhin seine beruflichen Verpflichtungen erfüllte und diese zunächst geheim hielt. „Er ist halt ein altes Zirkuspferd“, sagte Herbst gegenüber der Deutschen Presse-Agentur während der Premiere des neuen „Stromberg“-Kinofilms in Berlin. Gottschalk zeigte sich damit als jemand, der „seine Verträge erfüllen wollte, der für sein Publikum da sein wollte“. Herbst sieht darin eine bewundernswerte Eigenschaft und fügt hinzu: „Das ist ganz alte Schule, und davor kann ich erst mal nur den Hut ziehen.“
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Der Schauspieler wünscht Gottschalk alles Gute und hofft, dass er die schwierige Zeit gemeinsam mit seiner Familie bewältigt und gesund wird. Laut Herbst habe Gottschalk bewusst entschieden, seine Erkrankung zunächst nicht zu thematisieren: „Er hat da die Hoheit über sich. Und jetzt ist er umgeschwenkt und hat sich anders entschieden, aus guten Gründen.“
Bjarne Mädel kritisiert Häme, die Gottschalk erfahren habe
Auch Bjarne Mädel, bekannt aus Serien wie „Stromberg“ und „Der Tatortreiniger“, betont, dass das Thema Erkrankung für Prominente eine besondere Herausforderung mit sich bringt. „Ja, man ist halt immer unter Beobachtung. Und klar willst du - um bei Gottschalk zu bleiben - das Image halten, der Strahlemann, der Lustige, der Stimmungsmacher sein“, erklärte er der Deutschen Presse-Agentur. Unter anderem deswegen könne er gut verstehen, warum solche privaten Themen lange geheim gehalten werden. Mädel kritisiert zudem die Häme, die Gottschalk für seine Bühnenauftritte erfahren habe, insbesondere vor dem Hintergrund seiner Krankheit: „Man sollte generell nicht immer so hart sein in seinen Urteilen. Daumen hoch oder Daumen runter - wie im alten Rom. Man muss nicht immer so erbarmungslos auf Leute einknüppeln.“
Auch Julian F. M. Stoeckel zeigt Verständnis dafür, dass Gottschalk seine Erkrankung zunächst nicht öffentlich machen wollte. „Im Grunde genommen dürfen wir Promis das ja quasi nie sagen. Selbst wenn wir einen Schnupfen haben, dann wird ja jeder Produzent leicht narrisch und denkt: ‚Der kommt morgen nicht, der kommt morgen nicht, der kann nicht drehen, der ist völlig fertig!‘“, sagte Stoeckel auf der Premiere.
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Thomas Gottschalk spricht offen über Krebserkrankung
Am Samstag machte Thomas Gottschalk seine Krebserkrankung in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung publik und sprach offen über seine aktuelle Situation. „Ich kann nicht mehr auftreten. Ich muss gesund werden“, erklärte der 75-Jährige. Seine Ehefrau Karina ergänzte, dass Gottschalk zwei Krebsoperationen hinter sich habe und an einem „epitheloiden Angiosarkom“, einem seltenen und bösartigen Tumor, leide. Er nehme weiterhin starke Medikamente, deren Nebenwirkungen auch bei seinen letzten Bühnenauftritten sichtbar gewesen seien.
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Laut RTL wird Gottschalk am 6. Dezember zum letzten Mal die Samstagabendshow „Denn sie wissen nicht, was passiert“ moderieren. Gemeinsam mit Günther Jauch und Barbara Schöneberger möchte er seinen Abschied von der großen Bühne in einem unterhaltsamen Format begehen, bevor er sich für weitere medizinische Behandlungen aus der Öffentlichkeit zurückzieht.
dpa/sh







