Ich habe einen Anruf erhalten, dass etwas mit meinem Krypto-Konto nicht stimmt. Das Konto ist mit meinem PayPal-Account verknüpft. Mit dem Anrufer bin ich meine Daten und Passwörter durchgegangen. Erst danach ist mir aufgegangen, dass das womöglich ein großer Fehler war. Wie reagiert man hier richtig? Es antwortet Ralf Reichertz, Jurist bei der Verbraucherzentrale Thüringen:

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Sie wurden mit großer Wahrscheinlichkeit Opfer eines Schockanrufs. In einer solchen Situation einen kühlen Kopf zu bewahren und aufzulegen, ist nicht immer leicht. Machen Sie sich deshalb keine Vorwürfe. Wichtig ist es, jetzt adäquat zu reagieren. Notieren Sie sich – wenn er denn genannt wurde – den angeblichen Namen und das Unternehmen des Anrufers, Datum, Uhrzeit, Rufnummer und was am Telefon besprochen wurde. Die Notizen sind wichtig, damit Sie sich später an Details erinnern und um eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Benachrichtigen Sie PayPal, den Krypto-Anbieter und Ihre Bank.

Weitere Verbrauchertipps

Haben Sie beim Telefonat Informationen wie Ihre Iban- oder Kreditkartennummer genannt, behalten Sie alle Kontobewegungen gut im Blick. Ändern Sie Ihre Passwörter. Schockanrufe durch angebliche PayPal- oder Amazon-Mitarbeitende – sogar durch eine Fake-Verbraucherzentrale – werden den Verbraucherzentralen gerade häufig gemeldet. Seien Sie skeptisch. Seriöse Anbieter rufen ihre Kunden nicht an, um wesentliche Änderungen oder Abfragen telefonisch durchzuführen.

  • Das Verbrauchertelefon ist immer freitags von 9 bis 10 Uhr unter der Telefonnummer 0361/2275555 erreichbar.