Energiekrise

Edeka und Co.: Drastische Warnung vor leeren Regalen

Alexander Rothe
| Lesedauer: 3 Minuten
Energiekrise: Mit GPS-Trackern gegen Holzdiebstahl

Energiekrise: Mit GPS-Trackern gegen Holzdiebstahl

Die Nachfrage nach Brennholz wächst, die Preise steigen. Ebenso nimmt in den deutschen Wäldern der Holzdiebstahl zu. Forstbetriebe setzen deshalb auf GPS-Tracker, um bei Verdachtsfällen zu verfolgen wohin sich ihr Holz bewegt.

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Berlin.  In einem Brandbrief fordert die Lebensmittelbranche von der Regierung Energiebeihilfen. Ansonsten drohe eine Lebensmittelknappheit.

  • Kunden müssen sich in diesem Winter auf viele Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln einstellen
  • Die Lage wird immer schlimmer, die Tiefkühlbranche sorgt mit einem dringenden Appell an die Bundesregierung für Schlagzeilen
  • Vor allem eine Branche warnt besonders

Mit drastischen Worten leiten die Vertreter der Tiefkühl- und Frischewirtschaft ihren offenen Brief an die Bundesregierung ein: „Es ist 1 Minute vor 12!“ Die Branche erlebe aufgrund der extrem stark gestiegenen Energiekosten die schwerste Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Sollte ihnen keine staatliche Unterstützung zuteil werden, wären die Konsequenzen für die Bevölkerung verheerend.

Der Brandbrief richtet sich an den Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sowie an die Minister für Wirtschaft, Robert Habeck (Grüne), und Landwirtschaft, Cem Özdemir (Grüne). In vorwurfsvollem Ton wird die bisher mangelende Unterstützung für die Lebensmittelversorgungsindustrie beklagt, zu der Hersteller von tiefgefrorenen Lebensmitteln, Kühlhäuser, Logistikunternehmen, Handel und Vertrieb gehören.

Aldi, Rewe und Co.: Bald leere Regale völlig normal?

Alle Akteure der Lebensmittelversorgung seien derzeit von den hohen Strom- und Gaspreisen betroffen. Insbesondere seien energieintensive Betriebe der mittelständischen Tiefkühl- und Frischewirtschaft bedroht. „Eine finanzielle Unterstützung dieser energieintensiven Unternehmen gibt es allerdings bisher nicht, nur vereinzelte Industriebranchen wurden bisher beachtet.“

Die Unterzeichner des Brandbriefes, zu denen unter anderem das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. (dti) und der Verband Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen e.V. (VDKL) zählen, weisen zudem auf die zusätzlichen Belastungen durch gestörte Lieferketten, Personalmangel und Rohstoffknappheit hin. Lesen Sie hier: Öffnungszeiten von Aldi, Rewe und Co. könnte sich drastisch ändern.

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Rewe, Edeka und Co.: Warnung vor Lebensmittelknappheit wegen Brancheneinbruch

„Diese massiven Kostensteigerungen können die Unternehmen nicht mehr länger durch Einsparungen oder die anteilige Weitergabe in den Verkaufspreisen an die Kundenkompensieren“, wird gewarnt. Manche Unternehmen befürchteten den baldigen Stillstand der Produktion und die Schließung von Kühllogistikzentren für die Lebensmittelverteilung. „Manche bereiten sich sogar schon auf eine mögliche Insolvenz vor!“

Ihrem Appell verleihen die Verfasser Nachdruck, indem sie auf die Konsequenzen für die Menschen in Deutschland hinweisen: „Sonst bleiben die Kühlschränke und Tiefkühltruhen für die deutsche Bevölkerung bald leer!“ Es drohten Engpässe bei der täglichen Lebensmittelversorgung. „Die Lage ist mehr als ernst!“

Branche fordert kurzfristige Hilfe gegen hohe Energiekosten

Angesichts dieser Lage drängt die Branche auf kurzfristige Energiebeihilfen des Wirtschaftsministeriums und auf eine kurzfristige Öffnung des Energiekostendämpfungsprogramms für alle mittelständischen Unternehmen in der Tiefkühlkette. Zuletzt mahnen sie, die Energieversorgungssicherheit „mit höchster Priorität“ voranzutreiben.

Das dti vertritt 140 Mitglieder aus allen Teilen der Tiefkühlkette von Industrie über Logistik und Handel. Die Tiefkühlwirtschaft in Deutschland steht für einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro. Der VDKL vertritt über 80 Prozent der gewerblichen Kühlhäuser in Deutschland.

Der Artikel "Drastische Warnung: Supermarkt-Regale könnten leer bleiben" erschien zuerst auf morgenpost.de.