Die Sieger beim Thüringer Innovationspreis stehen fest. Vier Auszeichnungen gehen nach Ostthüringen, eine in den Südwesten des Freistaates.

„Thüringen ist ein Land der Ideen, das geprägt ist von Erfindergeist, handwerklichem Können und wissenschaftlicher Exzellenz“, sagte Thüringens Wirtschaftsministerin und Schirmherrin Colette Boos-John in einer Videobotschaft. „Diese Stärken sichern unsere Zukunft.“

Spleenlab entwickelt Software für autonome Drohnensteuerung

In der Kategorie Digitales und Medien gewinnt Spleenlab aus Saalburg-Ebersdorf (Saale-Orla-Kreis). Das Unternehmen, das inzwischen zu Quantum Systems gehört, entwickelte eine Software zur autonomen Steuerung von Drohnen. Mithilfe der Sensoren an den Geräten erstellt die Anwendung ein genaues Abbild der Umgebung, sodass sich beispielsweise Lieferdrohnen sicher bewegen und ihr Ziel korrekt ansteuern. Nominiert waren auch Brandenburg Labs aus Ilmenau und Quantum Optics aus Jena.

Verleihung Innovationspreis Thüringen
Die Gewinner in der Kategorie Digitales und Medien: Tobias Rüdiger (links) und Stefan Milz von Spleenlab aus Saalburg-Ebersdorf. © FMG | Tino Zippel

In der Kategorie Tradition und Zukunft holt die Wert GmbH aus Fambach (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) den Sieg: Das Unternehmen hat eine multifunktionale Recyclingmaschine auf den Markt gebracht. Sie recycelt verschiedenste Materialien und ist dabei mit einfachen Werkzeugen auch schnell direkt auf der Baustelle für andere Materialien umrüstbar. Nominiert waren auch Schadinis aus Gotha und TMP aus Bad Langensalza.

Innovationspreise für Vacom und Carl Zeiss vergeben

In der Kategorie Industrie und Material geht der erste Preis an Vacom aus Großlöbichau (Saale-Holzland-Kreis): Cassini ist ein miniaturisierter Vakuumsensor. Die Neuheit ersetzt auf kleinem Raum mehrere andere Sensoren und stieß bei seiner Weltpremiere auf sehr großes Interesse. Er soll künftig ein wichtiges Produkt für das Familienunternehmen werden. Nominiert waren auch IBU-tec aus Weimar und kcd Kunststoffe, Additive und Beratung aus Weimar.

Kandidat für Thüringer Innovationspreis
Carl Zeiss Microscopy: Produktmanagerin Julia König (links) und Businessmanager Annette Bergter mit dem Spezialmikroskop Zeiss Lightfield 4D.© FMG | Tino Zippel

In der Kategorie Licht und Leben hat Carl Zeiss Microscopy die Jury überzeugt. Das Unternehmen konstruierte ein Spezialmikroskop, das dynamische Abläufe wie Herzschlag, Blutfluss oder neuronale Signale ohne Verzerrungen sichtbar macht. Dafür kombinierten sie die Prinzipien von Lichtfeldmikroskopie und Laser Scanning Mikroskopie. Zugleich lag Carl Zeiss auch in der Publikumswertung ganz vorn. Nominiert waren das Fraunhofer IKTS in Arnstadt und X-Fab aus Erfurt.

Startup aus Jena entwickelt innovativen Sehtest

Der Funke-Sonderpreis für junge Unternehmen geht an eine Neugründung aus Jena. Perceptec hat einen innovativen Test zur Kontrolle der Fehlsichtigkeit entwickelt, den Nutzerinnen und Nutzer in nur fünf Minuten selbst bewältigen können. Die Methode kombiniert innovative 3D-Displaytechnologien mit selbst entwickelter Software, um eine präzise und kosteneffiziente Diagnostik ohne Fachpersonal zu ermöglichen.

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Verleihung Innovationspreis Thüringen
Auszeichnung mit dem Ernst-Abbe-Preis für innovatives Unternehmertum: Martin H. Kühn aus Erfurt© FMG | Tino Zippel

Martin H. Kühn aus Erfurt erhielt den Ernst-Abbe-Preis für innovatives Unternehmertum. Er baute nicht nur die Firmengruppe rund um die NT Neue Technologie AG Erfurt auf, sondern engagiert sich auch für eine gute Bildung des Nachwuchses.