An große neue Zukunftsprojekte mag man bei der Deutschen Bahn kaum denken. Es ist ja schon ein Glücksspiel, überhaupt einen pünktlichen Zug zu erwischen. Schließlich war zuletzt fast jeder zweite Fernzug zu spät.
Nun wollen verschiedene Fluggesellschaften die Kooperation mit der Deutschen Bahn vertiefen und schlagen dafür neue Wege bei der Gepäckabgabe vor: Das Gepäck schon am Bahnhof abgeben und erst im Zielland wieder in Empfang nehmen – wie komfortabel wäre das denn?
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Deutsche Bahn: Helfen würde zunächst eine bessere Pünktlichkeit
Nüchtern betrachtet würden damit zwar zwei Schritte vor dem ersten getan werden. Solange die Bahn derart unpünktlich ist, dass man sie als Zubringer zum Flughafen lieber ganz meidet, nützt einem auch eine vereinfachtere Gepäckabgabe nichts.
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Aber Ideen, wie das Reisen angenehmer und wie Verkehrsträger besser verzahnt werden können, sind deshalb nicht falsch. Warum also auch im Bahntower nicht mit dem Neujahrsvorsatz starten, das Gesprächsangebot der Airlines ernst zu nehmen und über solche Möglichkeiten intensiver nachzudenken? Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) signalisiert jedenfalls bereits seine Unterstützung.

Klar: Es gibt viele Hürden, baulich, logistisch, rechtlich, finanziell. Aber Bedenken-Weltmeister sind wir ohnehin schon. Warum nicht in einem Pilotprojekt schauen, ob ein solches Vorhaben überhaupt auf Akzeptanz bei den Reisenden stoßen würden? Immerhin haben sowohl die neue Bahnchefin Evelyn Palla als auch Verkehrsminister Schnieder angekündigt, die Kundenfreundlichkeit bei der Bahn in den Fokus zu rücken. Das macht man in erster Linie mit zuverlässigen, sauberen Zügen und akzeptablen Preisen. Aber eben auch mit einem bequemeren Reisen – gerne ohne schweres Gepäck.




