Energiekosten

Gaspreis aktuell: Der Preis pro kWh am 29. November

Jason Blaschke
| Lesedauer: 5 Minuten
Heizen trotz Notfallplan Gas // IMTEST

Heizen trotz Notfallplan Gas // IMTEST

Alarmstufe bei der Gasversorgung: Wie Sie im Ernstfall heizen können.

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Berlin.  Die hohen Energiepreise belasten gerade im Winter die Verbraucher. Wie viel eine kWh Gas am 29. November gekostet hat, lesen Sie hier.

Nach milden Temperaturen im November kündigen sich für die kommenden Wochen Temperaturen unter der Marke von null Grad an. In Teilen von Deutschland kann das Thermometer in der Nacht bis zu minus 15 Grad anzeigen, sagte Meteorologe Dominik Jung erst vor einigen Tagen in einem Video. Die wenigsten Verbraucher können bei solchen Temperaturen noch ganz auf ihre Heizung verzichten. Doch der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Energie- und Preiskrise lässt viele Verbraucher nur vorsichtig am Thermostat drehen – die Sorge vor explodierenden Heizkosten ist groß. Zumal sich nicht genau prognostizieren lässt, wie sich die Energiepreise 2023 weiter entwickeln werden. Fest steht aber zumindest der Gaspreis am 29. November, über den wir Sie im Folgenden informieren.

Alle Informationen zur Entwicklung des Gaspreises und Prognosen für den Winter haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Gaspreis aktuell:So viel kostet eine kWh Gas am 29. November

Der Gaspreis schwankt zwar täglich – für die meisten Kundinnen und Kunden in Deutschland hat das jedoch keine direkten Auswirkungen. Sie haben einen Vertrag mit einem Gasversorger und werden zu festgelegten Konditionen versorgt. Die können sich bei steigenden Energiepreisen zwar ändern, doch die täglichen Gaspreis-Schwankungen haben meist keine unmittelbaren Folgen.

Ein Blick auf den aktuellen Gaspreis kann sich dennoch lohnen. Er kann zeigen, ob die Kosten bei einem Gasversorger über den aktuellen Preisen liegen und ob sich ein Wechsel zu einem anderen Anbieter lohnen könnte. Unsere Tabelle zeigt den mittleren Verbrauchspreis, der am jeweiligen Tag für Neukunden fällig wird – auf Basis einer Berechnung des Vergleichsportals "Verivox".

Datum Verbrauchspreis pro Kilowattstunde (kWh)
Gaspreis am Montag, 21. November 19,0 Cent
Gaspreis am Dienstag, 22. November 19,0 Cent
Gaspreis am Mittwoch, 23. November 18,9 Cent
Gaspreis am Donnerstag, 24. November 18,1 Cent
Gaspreis am Freitag, 24. November 18,9 Cent
Gaspreis am Montag, 28. November 18,9 Cent
Gaspreis am Dienstag, 29. November 18,9 Cent

Seit Freitag (24. November) hat sich der Gaspreis pro Kilowattstunde in Deutschland bei 18,9 Cent eingependelt. Die Gründe für die derzeit stagnierenden Preise für Gas oder auch Heizöl sind vielfältig. Die vollen Gasspeicher oder auch die milden Temperaturen der vergangenen Monate werden von Experten oft genannt. Hinzu kommt, dass aufgrund von Energiesparmaßnahmen weniger Gas verbracht wird – die Nachfrage sinkt , was meist auch sinkende Preise zur Folge hat. Unklar ist jedoch, wie lange der Abwärtstrend noch andauert. In Fachkreisen vermutet man, dass die Preise für Gas wieder ansteigen könnten, wenn günstige Faktoren wie die vollen Gasspeicher wegfallen.

Gaspreis in Deutschland: Die Entwicklung von Januar bis November 2022

Neben einem Blick auf den aktuellen Gaspreis ist es für Gaskundinnen und -kunden auch sinnvoll, die langfristige Entwicklung im Auge zu behalten. Diese zeigt für das Jahr 2022 eine zuvor nie dagewesene Entwicklung nach oben. Noch im Herbst 2021 lag der Gaspreis pro kWh bei nur knapp über sechs Cent. Mittlerweile ist der Gaspreis konstant zweistellig und liegt seit Oktober 2022 unter 30 Cent. Wie gewaltig die Preissprünge seit Januar 2022 sind, zeigt die folgende Tabelle über die Entwicklung des Gaspreises 2022:

Datum Verbrauchspreis pro kWh
15. Januar 2022 14,3 Cent
15. Februar 2022 12,9 Cent
15. März 2022 20,8 Cent
15. April 2022 16,0 Cent
15. Mai 2022 15,2 Cent
15. Juni 2022 14,1 Cent
15. Juli 2022 25,7 Cent
15. August 2022 28,4 Cent
15. September 2022 36,7 Cent
15. Oktober 2022 23,8 Cent
15. November 2022 19,4 Cent

Hoher Gaspreis: Lohnt sich ein Wechsel des Gasanbieters?

Wegen der weiter hohen Energiekosten suchen viele Verbraucherinnen und Verbraucher nach Möglichkeiten zum Sparen. Eine Option: Der Wechsel zu einem günstigeren Gasversorger. Ein Preisvergleich kann sich dabei durchaus lohnen und das vorhandene Sparpotenzial zeigen. Einige Punkte sollte man dabei jedoch berücksichtigen:

  • Gasversorger ködern Kundinnen und Kunden häufig mich sogenannten Wechselprämien. Diese werden im ersten Jahr ausgezahlt und verringern in diesem die Gesamtkosten. Ab dem zweiten Jahr wird es dann aber oft teurer. Beim Vergleich von Anbietern sollte man deshalb immer auf den angegebenen Verbrauchs- und Grundpreis sowie auf die Konditionen im Vertrag achten.
  • Günstige Gastarife sind oft mit einer sehr kurzen Preisgarantie verbunden. Nach einigen Monaten kann der Verbrauchspreis dann schon erhöht werden, was häufig dazu führt, dass sich der Wechsel kaum oder gar nicht lohnt.

Viel Geld kann man bei einem Anbieterwechsel aktuell in der Regel nicht sparen. Nahezu alle Gasversorger haben sich an die hohen Preise angepasst und geben sie an ihre Kundinnen und Kunden weiter. Ein genauer Vergleich der angebotenen Konditionen kann im Zweifelsfall zeigen, ob sich ein neuer Vertrag lohnt. Beachten sollte man, dass einige Gasanbieter keine Neukunden mehr aufnehmen. Vor einem möglichen Wechsel sollten sich Verbraucher daher gut informieren – und im Zweifelsfall mit einem Wechsel noch warten.

Lesen Sie dazu: Strom und Gas – Tücken und Kostenfallen bei Vergleichsportalen