Genossenschaft kritisiert Oldag-Äußerung

Prompte Kritik erntete Prof. Matthias Oldag, Generalintendant von Theater & Philharmonie Thüringen Altenburg-Gera, für seine Äußerung, die finanzielle Notlage des Hauses sei den überraschend hohen Tarifanpassungen geschuldet.

Matthias Oldag

Foto: zgt

"Die Etatsituation des Hauses allein den Beschäftigten anzulasten, ohne die gesamte Haushaltslage, für die die Theaterleitung verantwortlich ist, zu betrachten – mit dieser Aussage macht es sich Herr Oldag zu leicht", teilte die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) gestern mit. Um Einsparungen vorzunehmen, sollte man konzeptuell denken und nicht weiter an den Löhnen sparen, sagte Jörg Löwer aus der Geschäftsstelle der Genossenschaft. Sonst laufe man Gefahr, Dumpinglöhne zu zahlen.

"Ich gönne jedem Mitarbeiter sein Geld im Portemonnaie", sagte Prof. Oldag gestern. Ihm sei es nicht darum gegangen, allein die Personalkosten für die finanzielle Notlage verantwortlich zu machen. Gleichzeitig müsse aber auch dafür gesorgt werden, dass Tarifsteigerungen bezahlbar bleiben, so der Generalintendant. "Ich möchte die Debatte aber nicht weiter anheizen."

Gestern teilte das Theater mit, dass Tobias Wolff ab sofort die Position als kommissarischer Verwaltungsdirektor und stellvertretender Generalintendant besetzt. Die Leitung des TPT trennte sich von ihrem Verwaltungsdirektor Dieter Dreßen sowie der Finanzbuchhalterin Gabriele Tänzer.

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