Bärige Begrüßung im Geraer Waldzoo

Saisonstart im Geraer Waldzoo. Ein aufregendes Jahr steht bevor mit Tierparksafari, 35. Geburtstag der Parkeisenbahn und vielem mehr. Den Weg vom Martinsgrund zu den ersten Volieren werden Skulpturen verschönern von jungen Leuten gesägt. Die erste wurde zur Eröffnung übergeben - ein Bär.

Echte Tiere bekommen holzige Kameraden im Geraer Waldzoo.

Foto: zgt

Als ob es die letzten Wochen nie anders gewesen wäre, schien zur Eröffnung der diesjährigen Tierparksaison die Sonne vom Himmel. „Da ist ja gerade noch einmal rechtzeitig Frühling geworden“, freute sich Tierparkleiter Ulrich Fischer. Es gab zwar keine Beeinträchtigungen durch das kalte Wetter, „aber auch die Tiere sind froh über das mildere Wetter“.

2010 soll für den Geraer Waldzoo wieder ein aufregendes Jahr werden. Zu Pfingsten steht bereits die 16. Auflage der Tierparksafari mit unserer Zeitung an. „Diese Veranstaltung ist eine feste Größe im Kalender“, sagte Fischer. Natürlich werde es auch wieder das Gewinnspiel geben.

Im September erwartet die Besucher dann ein Jubiläum: Die Parkeisenbahn feiert ihren 35. Geburtstag. „Allerdings kann ich das Programm noch nicht verraten“, sagte Fischer schmunzelnd. Verkehren soll die Parkeisenbahn in diesem Jahr ab dem 2. April, wenn alle Kontrollen durchgeführt worden sind.

Doch es kommt noch mehr Arbeit auf den Geraer Waldzoo zu: Neben den regulären Tätigkeiten soll in den nächsten Monaten auch das Löwengehege funktionell fertiggestellt werden, zudem sollen mehr Orientierungstafeln den Rundgang im Tierpark erleichtern.

Den Weg vom Martinsgrund zu den ersten Volieren verschönern werden in nächster Zeit Skulpturen aus Eichenholz. Gefertigt werden sie von Jugendlichen, die an einer Qualifizierungsmaßnahme der Beschäftigungsgesellschaft Otegau teilnehmen. Mit Kettensägen schnitzen die Teenager Skulpturen von Tieren aus dem Geraer Waldzoo. „Der lange Weg vom Martinsgrund soll damit überbrückt werden“, erklärte Werkstattleiter Sascha Neudert. Der Diplomingenieur für Holztechnik beaufsichtigt die Jugendlichen bei der Herstellung und steht ihnen hilfreich zur Seite. „Die Orte, die im Tierpark ein bisschen zu kurz kommen, sollen dadurch bereichert werden“, sagte er. Neudert weiß um die Mühe, die solch eine Skulptur bereitet: 40 Stunden aufwärts sei der reine Arbeitsaufwand.

Die erste Tierfigur wurde gestern bereits übergeben: ein Bär aus Fichtenholz fand sein neues Zuhause in der Naturlehrstube. „Der Erschaffer ist ein gelernter Koch und hat eigentlich gar nichts mit Holz zu tun“, sagte Neudert anerkennend. Ebenso Leiter Ulrich Fischer lobte die bisher entstandenen Werke: „Ich habe auch bereits andere Exponate gesehen und finde, dass sie sehr toll geworden sind.“

In Arbeit befinde sich derzeit ein Löwe, der im Eingangsbereich des Martinsgrundes die Besucher empfangen soll, sagte Neudert, bevor er sich auf den Weg machte, den echten Löwen zu fotografieren. „Schließlich sollen die Proportionen ja stimmen.“

Dass die Geraer auch über 2010 hinaus Freude an ihrem Waldzoo haben sollen, bestätigte Sozialdezernentin Christiane Neudert (Linke): „Kein Mensch in Gera kommt auf die Idee, den Tierpark zu schließen.“ Gegenwärtig wird geprüft, die Anlage einem Verein zu übergeben oder mit dem Tierheim zusammenzuführen.

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