AOK-Pflegeberater unterstützen Versicherte in Saalfeld-Rudolstadt

Wenn es ohne Hilfe nicht mehr geht: Katharina Saalmann ist AOK-Pflegeberaterin und unterstützt Versicherte im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt rund um Pflege.

Pflegeberaterin Katharina Saalmann im Gespräch mit Rudolf Storch. Foto: Heike Enzian

Pflegeberaterin Katharina Saalmann im Gespräch mit Rudolf Storch. Foto: Heike Enzian

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Rudolstadt. Rudolf Storch hat sich gut vorbereitet auf den Besuch von Katharina Saalmann. Mit der AOK-Pflegeberaterin möchte er besprechen, welche Hilfsmöglichkeiten es für seine Frau gibt. "Wenn der Fall eintritt und man Hilfe braucht, ist gutes Wissen das A und O. Plötzlich gibt es viele Ratgeber, aber da wird auch viel Mist erzählt", weiß der Rentner. Er geht lieber auf Nummer sicher, denn "es ist wichtig, jemanden zu haben, der sich wirklich damit auskennt."

Katharina Saalmann, davon ist er überzeugt, ist so jemand. Mehr Komfort, eine Sitzhilfe in der Dusche zum Beispiel, oder eine Auflage im Bett, damit das Aufstehen leichter fällt - danach möchte er sie fragen.

Katharina Saalmann kennt die Sorgen der Familien wenn es um Pflegebedürftigkeit geht. Was steht mir zu? Wie beantragt man eine Pflegestufe? Welche Voraussetzungen sind dafür ­nötig? In welcher Form bezuschusst die Pflegekasse den Umbau der eigenen vier Wände? Wie finde ich den richtigen Pflegedienst oder das richtige Pflegeheim? Das sind nur einige der Fragen von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen. Dass es eine Pflegestufe null gibt, wissen viele gar nicht. Mit 120 Euro pro Monat kann beispielsweise Hilfe im Haushalt finanziert werden. Bis zu 2500 Euro kann die Kasse für den Bad-Umbau ­beitragen, erklärt die Expertin .

Katharina Saalmann ist ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin, hat ein Studium der Fachrichtung Pflege absolviert und nimmt, wie alle AOK- Pflegeberater, an einer Qualifizierung zum "Case Manager" teil. Besonders bei plötzlich auftretender Pflegebedürftigkeit oder dann, wenn die Selbstständigkeit stark eingeschränkt ist, ist sie im Umgang mit den ­Betroffenen geschult. "Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn meist schwingen Ängste und Hemmungen bei den ­Betroffenen mit, die wir versuchen, ihnen zu nehmen", sagt sie. Die Beratung ist für die Versicherten kostenfrei.

Insgesamt betreut die AOK im Landkreis 3100 Pflegebedürftige in allen Pflegestufen. Davon werden 2200 Personen im häuslichen Bereich entweder von Angehörigen oder einem ambulanten Pflegedienst betreut, 900 Personen leben in einem Heim.

Für Rudolf Storch steht eines fest: Gemeinsam mit den Ärzten und der AOK will er alles tun, dass seine Frau möglichst lange zu Hause bleiben kann. "Den Gedanken an ein Heim schiebt man weit von sich", sagt er.

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