Hölzerne Dahlie blüht in Köstritz

Seit gestern steht die 4,50 Meter hohe Dahlie aus Eichenholz sicher am Radweg in Bad Köstritz und stützt ein Dach. Unweit des Tiergeheges montiert der Verein Jugend schafft Kunst aus Untschen im Altenburger Land seit Ende September den Rastplatz mit Unterstand.

Holzskulpturen für den Radweg in Bad Köstritz, initiiert vom Verein Jugend schafft Kunst und entworfen und mit gebaut von Jugendlichen des Förderzentrums für emotionole und soziale Entwicklung Bad Köstritz. Michael Appelt (links), Vereinsmitglied und TÜV-Sachverständiger in Gera, kam zur Zwischenabnahme des Unterstandes mit Dahlienstütze. REchts: Holzdesigner Marcus Malik.

Foto: zgt

Bad Köstritz. Die Gestaltungsidee und die Feinarbeit erledigten seit dem Frühjahr Schüler des Bad Köstritzer Förderzentrums für emotionale und soziale Entwicklung.

Künstlerischer Berater und der Mann fürs Grobe ist Holzdesigner Marcus Malik aus Steinbrücken. Die jungen Helfer haben jetzt Ferien. Dafür übernehmen Malik und Projektleiter Gunter Pampel den weiteren Aufbau. Diese Woche soll das Dach aus Lärchenbrettern vollendet werden. Voraussichtlich bis Ende Oktober sollen auch die beiden Bänke und der Tisch fest verankert sein. Der Fahrradständer, eine liegende Dahlie, hat bereits seinen Platz neben dem Unterstand. Dass alles festen Stand hat, ist dem Bad Köstritzer Bauhof zu verdanken. Er hat die Fundamente gegossen.

Damit das Gerüst aus Robinienholz stabil steht, hat ihm TÜV-Sachverständiger Michael Appelt Schrauben verordnet, die nicht auszureißen sind, sondern wie Schwerter in den Füßen der Holzpfosten stecken. Der Sicherheitsfachmann, der zugleich Vereinsmitglied ist, empfahl obendrein, dass die Dahlienblüte doppelt befestigt ist. Mit wasserfestem Leim und einem Bolzen. Marcus Malik wählte eine 25 Zentimeter lange Gewindestange mit 14 Millimeter Durchmesser. "Das sollte halten", so Appelt.

Mit Begeisterung reagieren Radfahrer auf das Werden des Unterschlupfes. Doch viele bezweifeln, dass jener lange halten werde. Dem vorzubeugen, hat der Verein eine Nachricht an einen Pfosten gepinnt: "Bitte tragen Sie zu einem achtsamen Umgang mit dem Objekt bei".

Das Kastanienblatt für Caaschwitz und die Musiker-Wiese am Tiergehege sind Schülerideen für zwei weitere Skulpturenplätze. "Die Musiker-Wiese steht in den Sternen", sagt Vereinsvorsitzender Manfred Wolber. "Im Vergleich zu unseren Erfahrungen im Schmöllner Raum mangelt es hier mächtig an Unterstützung", sagt er. Ursprünglich hatte man damit gerechnet, dass das erste Objekt Förderer aktiviert. Dass der Aufbau nun so spät, fast zum Ausklang der Radsaison erfolgt, war nicht geplant.

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