Rudolstadt: Ein Drittel der Kinder in der Notbetreuung untergebracht

Rudolstadt  Mehr als 300 Mädchen und Jungen sind diese Woche in der Notbetreuung der Kindergärten.

Ab 11. Januar  gelten  Notbetreuungsregelungen.

Ab 11. Januar  gelten  Notbetreuungsregelungen.

Foto: Sebastian Kahnert / picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Die Zahl der Kinder, die im Rahmen der Notbetreuung in den elf Rudolstädter Kindergärten betreut werden, ist ab der Wochenmitte gestiegen. Mit Stand 6. Januar wurden 307 Mädchen und Jungen gezählt. Die meisten (63) besuchen den Kindergarten „Sputnik“ der Lebenshilfe in Cumbach, zwischen 40 und 45 sind es jeweils in den Kindergärten „Feste Burg“ und „Knirpsenland“ der Awo, beziehungsweise „Louella“ und „Henry Dunant“ des DRK. In den Tagen vor Weihnachten waren insgesamt in allen Kindergärten nur 42 Mädchen und Jungen betreut worden, in der Woche davor im Schnitt 200. Corona-Blog: Fast 1500 Neuinfektionen an einem Tag – Landtagsabgeordnete mit Corona infiziert

„Unter den bis zum 10. Januar geltenden ‚weichen‘ Regelungen für die Betreuung von Kindern in Schulen und Kindergärten gab es wenige Probleme in der Umsetzung. Die Einrichtungsleitungen haben aktiv mit den Eltern daran gearbeitet, sofern eine anderweitige Betreuungsmöglichkeit gegeben war, dass diese auch genutzt wurde. Absehbar war, dass mit Start im neuen Jahr die Betreuungszahlen steigen würden. So sind derzeit etwa ein Drittel der üblicherweise in den Kindergärten betreuten Kinder anwesend. Personell können die Einrichtungen die Betreuung derzeit stemmen“, so Rudolstadts Erster Beigeordneter Mirko Schreiber.

Mit Blick auf die ab 11. Januar geltenden Notbetreuungsregelungen sind die Einrichtungsleitungen wieder in die Auseinandersetzung mit den Eltern gezwungen, schaut er voraus. „Wir stehen als Stadt im engen Kontakt zu den Leiterinnen und versuchen die Kindergärten entsprechend zu unterstützen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen ab Montag entwickeln werden. Mildernd wird zumindest die Ankündigung der Landesregierung wirken, dass die Gebühren und Beiträge für Kindergärten und Horte ausgesetzt beziehungsweise erstattet werden. Nichtsdestotrotz werden diese Regelungen viele Familien einschränken und vor Probleme stellen. Der überwiegende Teil der Eltern begegnet den Einschränkungen mit Verständnis und sucht gemeinsam mit den Einrichtungen nach Lösungen“, so der Vize-Bürgermeister.