16 neue Wohnungen direkt in Jenas Innenstadt

Jena.  Als vorläufigen Abschluss des Wohnungsbauprogrammes hat Jenawohnen zwei Häuser übergeben, die nicht in die Kategorie klassisches Baugebiet gehören.

Jenawohnen hat zwei Wohnhäuser in der Neugasse und in der Knebelstraße errichtet. Das Foto entstand bei einer Ortsbesichtigung mit Bürgermeister Christian Gerlitz (l.).

Jenawohnen hat zwei Wohnhäuser in der Neugasse und in der Knebelstraße errichtet. Das Foto entstand bei einer Ortsbesichtigung mit Bürgermeister Christian Gerlitz (l.).

Foto: Thomas Beier

16 neue Wohnungen direkt in der Innenstadt hat Jenawohnen in der Neugasse und in der Knebelstraße fertiggestellt. Zentrale Lage, eine überschaubare Hausgemeinschaft und Balkon… so wollen ganz viele in Jena wohnen. Die Nachfrage war viel größer als das Angebot.


Auswahl der Mieter:
„Nein, wir losen nicht“, sagte Tobias Wolfrum, der Geschäftsführer von Jenawohnen am Rande einer Vorstellung der Wohnungen. Vielmehr werde bei massiver Nachfrage geschaut, wer am besten in ein bestimmtes Haus passe. In der Knebelstraße seien das wegen des dort eingebauten Aufzuges eher gesetztere Bewohner. Im Haus in der Neugasse sei die Zielgruppe sportlicher. Wer sich einmal angemeldet habe, könne zudem bei anderen Wohnungen ein Angebot erhalten.


Wohnen auf Zeit:
Der Bedarf nach möbliertem Wohnraum für Wochen oder Monate ist groß. Im neu geschaffenen Gebäudeensemble wird deshalb über die Wohndienst-GmbH eine Wohnung Kurzzeit-vermietet.


Rendite:
Die Projektkosten liegen bei 4,6 Millionen Euro. Tobias Wolfrum sagt, dass Jenawohnen bei der Refinanzierung von einem 30-Jahres-Zeitraum ausgehe. Das heiß, innerhalb dieser Zeit müssen die Kosten über die Miete wieder reinkommen. Oft werde in der Debatte um Renditeerwartungen vergessen, dass die Finanzierungskosten ein durchlaufender Posten der Buchhaltung seien. Das heißt, nur für das Eigenkapital, dass im Falle der Neugasse/Knebelstraße zu 5 Prozent eingesetzt wurde, würden Renditeerwartungen eingepreist.


Baukostensteigerung:
Die Miete in den beiden neuen Häuser liegt bei etwas über 10 Euro pro Quadratmeter. Das ist deutlich über dem Jenawohnen-Durchschnitt, aber in der Spanne des Mietspiegels von 2019. Tobias Wolfrum schätzt ein, dass angesichts der Baukostensteigerungen ein jetzt beginnender Neubau wohl nur zu Preisen von um die 11 Euro wirtschaftlich machbar wäre.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.