Wir wollen als Familie mehr Hülsenfrüchte in unseren Speiseplan einbauen, fragen uns aber, ob das für die Kinder auch geeignet ist. Es antwortet Tina Hanke, Fachberaterin Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Thüringen.

Jeden 2. Sonntag

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Ja, Hülsenfrüchte sind eine hochwertige Eiweißquelle und als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung auch für die Jüngsten bereits empfehlenswert. Ab dem ersten Lebensjahr können Sie Kinder Stück für Stück an Hülsenfrüchte gewöhnen, beispielsweise einmal wöchentlich in kleinen Mengen in einem bekannten Gericht, etwa als Teil von Pürees. Danach können Sie die Menge langsam erhöhen, damit sich die kindliche Verdauung daran gewöhnen kann. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind gut kaut und genügend zur Mahlzeit trinkt. Auch für ältere Kinder sind Hülsenfrüchte auf dem Speiseplan super. Püriert sind sie häufig besser bekömmlich: Probieren Sie doch mal Rohkost-Sticks mit Hummus zum Dippen oder Dicke Bohnen in die Nudelsoße püriert. Ansonsten lassen sich aus Hülsenfrüchten auch viele weitere kindgerechte Speisen zubereiten. Wie wäre es mit Burgern oder Frikadellen aus Kidneybohnen oder einer Linsen-Lasagne?

Weitere Verbrauchertipps

Lassen Sie Ihre Kinder jedoch keine rohen Hülsenfrüchte naschen. Sie enthalten Lektine, deren Verzehr schwere gesundheitliche Folgen haben kann – sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Erst das Kochen zerstört die giftigen Eiweißverbindungen und macht Bohnen, Linsen und Co. zu einem gesunden Lebensmittel. Hülsenfrüchte aus der Konserve wurden bereits ausreichend erhitzt und können daher direkt verarbeitet und gegessen werden. ig