CDU empört über Vorschlag zur Förderung aussterbende Dörfer

Empört reagierte gestern die CDU-Fraktion im Landtag auf den Vorschlag von Bevölkerungswissenschaftlern, den Rückbau aussterbender Dörfer in Thüringen mit staatlichen Gelder zu unterstützen.

Die für die Landesentwicklung zuständige CDU-Abgeordnete Christina Tasch reagierte empört über den Vorschlag den Rückbau aussterbender Dörfer durch staatliche Gelder zu unterstützen. Foto: Otto Roth

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Erfurt/Weimar. Die Unterstützung des Rückbaus aussterbender Dörfer durch staatliche Gelder sei eine "absurde Idee, die der Lebenswirklichkeit in Thüringen in keinster Weise gerecht wird", erklärte die für Landesentwicklung zuständige Abgeordnete Christina Tasch. Die Menschen vor Ort hätten es in der Hand, ob ein Dorf Zukunft hat. "Darüber wird nicht am grünen Tisch entschieden", so Tasch. Mit der Serviceagentur Demographischer Wandel verfüge das Land über eine Institution, die Kommunen berät, wie sie mit einer zurückgehenden und laternden Einwohnerschaft umgehen können.

Steffen Kröhnert vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hatte am Mittwoch bei einem Demografie-Forum der Ersatzkassen in Weimar prognostiziert, dass nicht jedes Dorf überleben werde. Überholte gesetzliche und infrastrukturelle Standards müssten an rückläufige Einwohnerzahlen angepasst werden. Es müsse einen Fonds für den Rückbau von Dörfern und für kleine Orte mit nur wenigen älteren Einwohnern auch ein Programm geben, das die Bewohnern für den Umzug in einen besser versorgten Ort motiviert und unterstützt.

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