Untragbaren Arbeitsbedingungen: Asklepios-Konzern sieht Schuld beim Ministerium

Aktuelle Personalbesetzung im Maßregelvollzug in Stadtroda eine Folge der Politik beim Land

Über dem alten Haupthaus des Asklepios-Fachklinikums in Stadtroda drehen sich die Baukräne.

Über dem alten Haupthaus des Asklepios-Fachklinikums in Stadtroda drehen sich die Baukräne.

Foto: zgt

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Stadtroda. Der Asklepios-Konzern sieht die Schuld für die aktuelle Personalbesetzung im Maßregelvollzug Stadtroda beim Thüringer Sozialministerium.

Wie der Konzern gestern in einer Stellungnahme zum Offenen Brief der Mitarbeiter an Sozialministerin Heike Taubert (SPD) mitteilte, würden dem Ministerium bereits seit einem halben Jahr sowohl ein Stellenplan als auch ein Budgetantrag zur Genehmigung vorliegen. Bis heute fehlten aber die Bewilligungen. Auch für das längst abgelaufene Jahr 2013 habe der Freistaat das Budget erst im Juni des Folgejahres bewilligt, nicht jedoch den dringend benötigten Stellenplan.

Damit sei die aktuelle Personalbesetzung Folge der Politik des Sozialministeriums. Neben Budget und Stellenplan fehle auch eine Vereinbarung über die Höhe des Unterbringungskostensatzes für das laufende Jahr 2014. Zwar gebe es mit dem vom Land beauftragten Verhandlungsführers eine Einigung, die Zustimmung des Ministeriums stehe aber seit längerem aus, hieß es weiter.

Zugleich machte das Unternehmen auf geplante beziehungsweise angedachte Absenkungen aufmerksam. So wolle Thüringen den zuletzt im Jahr 2013 genehmigten Satz um beinahe ein Drittel absenken. Zudem solle diese Absenkung rückwirkend ab Jahresbeginn 2013 gelten. "Als Konsequenz ist es praktisch unmöglich, freiwerdende Stellen neu zu besetzen. Im Ergebnis führen die Entscheidungen des Freistaats Thüringen zwangsläufig zu einem Stellenabbau im Maßregelvollzug Stadtroda."

Mitarbeiter der Klinik für Forensischen Psychiatrie hatten in dem Offenen Brief die untragbaren Arbeitsbedingungen im Maßregelvollzug angeprangert. Angesichts der Stellenstreichungen sei die sichere Verwahrung und die Therapie von psychisch kranken Patienten kaum noch erfüllbar, heißt es sinngemäß in dem Schreiben.

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