Vielfältige Proteste gegen rechtes Hasskonzert in Gera geplant

NPD und andere rechtsextreme Gruppierungen veranstalten am 6. Juli in Gera zu wiederholtem Mal ein überregionales Treffen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Gera. Unter dem Titel Rock für Deutschland werde mit Hassmusik für Intoleranz und demokratiefeindliche Haltungen geworben. Gegen das Hasskonzert soll es vielfältigen, lebendigen und bunten Protest geben.

NPD und andere rechtsextreme Gruppierungen veranstalten am 6. Juli in Gera zu wiederholtem Mal ein überregionales Treffen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Gera. Gegen das Hasskonzert soll es vielfältigen, lebendigen und bunten Protest geben. Foto: Archiv

NPD und andere rechtsextreme Gruppierungen veranstalten am 6. Juli in Gera zu wiederholtem Mal ein überregionales Treffen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Gera. Gegen das Hasskonzert soll es vielfältigen, lebendigen und bunten Protest geben. Foto: Archiv

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Gera. Der Zusammenhang zwischen Rechtsrock und rechtsextremer Gewalt ist nicht erst seit dem Auffliegen des NSU hinreichend belegt, heißt es weiter.

Gegen das Hasskonzert soll es vielfältigen, lebendigen und bunten Protest geben. Bereits am Vortag, am Freitag, dem 5. Juli, werde die Demokratie in Gera Gesicht zeigen. Mit einer "Mahnwache für die Opfer rechtsextremer, rassistischer, antisemitischer und homophober Gewalt" auf dem Geraer Bahnhofsvorplatz von 13 bis 19 Uhr erinnert die evangelische Kirchgemeinde an die Folgen von Rechtsrock und Internethetze.

Weitere Akteure haben für den 6. Juli 2013 Kundgebungen angemeldet, so die IG Metall (Bielitzstraße/Friedrich-Engels-Straße), Bündnis 90/Die Grünen (Franz-Mehring-Straße/ Ecke Berufsschule), Die Linkspartei (Amthorstraße/ Friedrich-Engels-Straße) und die SPD (Bahnhofsstraße/ Ernst-Toller-Straße). Diese Veranstaltungen beginnen jeweils 11:00 Uhr und gehen über den ganzen Tag.

Am Samstag, 6. Juli findet, 11 Uhr in der Salvatorkirche Gera (Nicolaiberg) ein ökumenisches Friedensgebet statt. Die Gewerkschaft Verdi startet 10.30 Uhr am Hofwiesenpark einen Protestmarsch zum Hauptbahnhof. Der DGB Thüringen, der Runde Tisch der Stadt Gera und das Aktionsbündnis gegen Rechts sowie weitere Gruppen laden ab 11 Uhr zur Protesteveranstaltung gegen das Neonazikonzert am Geraer Hauptbahnhof ein. Gera bekommt bei seinem Widerstand gegen das Hasskonzert auch Unterstützung aus der Region.

Gemeinsam werden die Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos), Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) und die Landrätin des Altenburger Landes, Michaele Sojka (Linkspartei), am 6. Juli gegen die Neonazi-Veranstaltung auf die Straße gehen. Der Runde Tisch für Toleranz und Menschlichkeit, gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit der Stadt Gera schließt sich den Worten des Jenaer Oberbürgermeisters an: "Wir stellen uns den Neonazis entgegen. Und ich hoffe, dass möglichst viele Bürger an diesem Tag mit uns kommen, um ein deutliches Zeichen gegen die rechte Gesinnung zu setzen".

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