Wahl unter Corona-Bedingungen: Neuer Saalfelder Landrat gesucht

Saalfeld.  Wer lenkt künftig den Kreis Saalfeld-Rudolstadt? Darüber können die Bürger heute abstimmen. Es ist die erste größere Wahl seit dem Corona-Ausbruch.

Das 1677-1720 erbaute Residenzschloß der Herzöge von Sachsen-Saalfeld ist heute Sitz des Landratsamtes. Am 28. Juni wird im Kreis Saalfeld-Rudolstadt ein neuer Landrat gewählt. Neben dem SPD-Amtsinhaber kandidieren ein CDU-Landtagsabgeordneter und eine Bewerberin für die AfD.

Das 1677-1720 erbaute Residenzschloß der Herzöge von Sachsen-Saalfeld ist heute Sitz des Landratsamtes. Am 28. Juni wird im Kreis Saalfeld-Rudolstadt ein neuer Landrat gewählt. Neben dem SPD-Amtsinhaber kandidieren ein CDU-Landtagsabgeordneter und eine Bewerberin für die AfD.

Foto: Martin Schutt / dpa

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Um den Posten des Landrates bewerben sich drei Kandidaten. Es ist die erste größere Wahl in Thüringen seit Ausbruch der Corona-Pandemie.

Unter besonderen Hygienevorkehrungen wird am heutigen Sonntag im Kreis Saalfeld-Rudolstadt ein neuer Landrat gewählt. Die Wahllokale sind seit 8 Uhr geöffnet - dann können die mehr als 89.000 Wahlberechtigten ihr Kreuz bei einem der drei Kandidaten machen.

„Bislang klappt alles“, sagte Kreiswahlleiter Rudolf Averdung gegen 10-30 Uhr auf Anfrage. Das gelte auch für die Infektionsschutzvorkehrungen.

Zur Wahl stehen SPD-Amtsinhaber Marko Wolfram, der CDU-Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck und Brunhilde Nauer von der AfD. Erhält keiner von ihnen mehr als die Hälfte der Stimmen, kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten.

Besondere Corona-Regeln

Wegen der Corona-Pandemie sollen die Wähler das Wahllokal mit Mund-Nasen-Schutz betreten. Außerdem wird auf Mindestabstände geachtet. Auf Wunsch erhalten die Bürger unbenutzte Stifte, teilte das Landratsamt mit. Auch wurden bisherige Wahllokale aussortiert oder verlegt.

Die Amtszeit des neuen Landrates dauert sechs Jahre. Der Kreis Saalfeld-Rudolstadt ist 2014 aus dem Wahlturnus der Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte ausgeschert. Damals war der parteilose Landrat Hartmut Holzhey aus gesundheitlichen Gründen vor Ablauf seiner Amtszeit zurückgetreten. Als sein Nachfolger hatte sich Wolfram in der Stichwahl durchgesetzt.

Die Kandidaten stellen wir hier im Porträt vor:

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