Kommunalpolitik

Ärger mit Ruinen und Neugier aufs neue Feriendorf

Schönbrunn.  Der Bürgermeister von Saalburg-Ebersdorf tourt durch die Ortsteile und steht den Einwohnern Rede und Antwort

Die Krone auf dem Damm am unteren Teich in Schönbrunn ist in einem schlimmen Zustand. Einige Löcher sind frisch verfüllt.

Die Krone auf dem Damm am unteren Teich in Schönbrunn ist in einem schlimmen Zustand. Einige Löcher sind frisch verfüllt.

Foto: Peter Hagen

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Jedes Dorf, jede Stadt hat so seine Ruine. Und so kam auch bei der Einwohnerversammlung in Schönbrunn die Frage, wann ein seit Ewigkeiten leerstehendes und dem Verfall preisgegebenes Haus an der Ortsdurchfahrt endlich abgerissen wird.

Die Bürgermeister sind dann meistens in Erklärungsnot. Nicht anders Volker Ortwig (FDP). Denn er darf natürlich nicht einfach den Bauhof losschicken oder ein Unternehmen mit dem Abriss beauftragen. Aber einen Kostenvoranschlag hat er schon. „Um die 20.000 Euro“, erfahren die Einwohner, „das Teuerste ist eigentlich die Entsorgung.“

„Ihr habt doch schon ein Hotel“

Angesprochen wird natürlich auch das jüngst vorgestellte Projekt von einem neuen Feriendorf auf dem Milchhof- und Marmorwerkgelände in Saalburg. Um die Größe des Vorhabens zu verdeutlichen, erklärt Ortwig, dass in Saalburg derzeit bei der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung von 900 Einwohnergleichwerten ausgegangen wird. Bei dem Feriendorf allein sollen es dann 3000 sein. Untergebracht werden die Gäste in Ferienhäusern und einem Hotel. „Ihr habt doch schon ein Hotel mit bestem Blick auf den See“, wirft ein älterer Einwohner in die Runde. Er spielt natürlich auf die seit Oktober 2011 geschlossene „Fürstenhöhe“ an. Aber das Hotel gehört weder der Gemeinde, noch lässt sich so leicht eine Nachnutzung finden. Wie Ortwig ausführt, war er bereits mit potenziellen Investoren oder Hoteliers vor Ort. „Das Objekt müsste komplett überplant und umgebaut werden“, beschreibt der Bürgermeister die aktuelle Situation.

Damm am Teich mit großen Schlaglöchern

Als ärgerlich wird der Zustand des Damms am unteren Teich in Schönbrunn beschrieben. Tiefe Löcher seien eine Gefahr und Verursacher angeblich die Landwirtschaft mit ihren schweren Fahrzeugen. Doch Steffen Rau, FDP-Stadtratsmitglied und Landwirt, dementiert sofort: „Von uns fährt dort definitiv niemand entlang!“ Der Bürgermeister notiert, dass etwas ausgebessert werden muss.

An diesem Donnerstag, 5. Dezember, wird die Reihe der Einwohnerversammlungen fortgesetzt. In Röppisch (Gemeindehaus) ist der Beginn auf 18.30 Uhr vorverlegt worden, teilt die Stadtverwaltung mit. Denn am gleichen Abend um 20 Uhr folgt die nächste Einwohnerversammlung in Pöritzsch (Gemeinderaum).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.