Landwirtschaft

Beste Melker von Ostthüringen in Schönbrunn ermittelt

Ebersdorf.  Alle zwei Jahre findet dieser Leistungsvergleich mit drei Prüfbereichen statt

Die Erstplatzierte Jasmin Piehler und der Zweitplatzierte Franz Karl bei der Siegerehrung.

Die Erstplatzierte Jasmin Piehler und der Zweitplatzierte Franz Karl bei der Siegerehrung.

Foto: Heike Grau / Landwirtschaftsministerium

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Im Ebersdorfer Gasthof „Zur Krone“ fand die Auswertungs- und Auszeichnungsveranstaltung des Leistungsmelkens der Region Ostthüringen statt. „In Ostthüringen werden etwa 40 Prozent der Milchmenge von ganz Thüringen produziert“, teilt das Thüringer Landwirtschaftsministerium dazu mit, „traditionell mit einem hohen Rinderbestand produzieren der Saale-Orla-Kreis und der Kreis Greiz zusammen etwa 25 Prozent.“

Wettbewerb ist zugleich Weiterbildung

Der Wettstreit war im Agrarbetrieb Schönbrunn eG ausgetragen worden. Dieser wird regelmäßig alle zwei Jahre unter Mitwirkung der berufsständigen Organisationen und Verbände mit Unterstützung der Milch- und Futtermittelindustrie sowie der Thüringer Melkergemeinschaft organisiert. Er ist für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich den Prüfungsanforderungen stellen, zugleich Wettbewerb und Weiterbildung. Mit der Durchführung wird das Ziel verfolgt, Rohmilch in hoher Qualität bei guter, zügiger und fachgerechter Melkarbeit zu gewinnen. Die besten Fachkräfte des Berufsstandes werden bei diesem Ausscheid ermittelt und gleichzeitig soll das Berufsbild in der Öffentlichkeit bewusst gewürdigt und gestärkt werden.

Teilnehmen können ausgebildete Land- und Tierwirte, im Melkbereich tätige Personen sowie Auszubildende der Berufe Land- und Tierwirt. An dem diesjährigen Leistungsvergleich nahmen acht Melkerinnen und Melker, davon vier Auszubildende, aus Ostthüringen teil. „Sie alle gingen mit großem Engagement und einer guten Motivation an den Start“, heißt es in einer Mitteilung. Ein anspruchsvolles Prüfungsprogramm war zu absolvieren. Bewertet wurden von den Juroren drei Bereiche. Den größten Anteil hat dabei die praktische Melkarbeit. Im Bereich Milchhygiene/Eutergesundheit wurde der Zelltest bei dem Vorgemelk durchgeführt. Der dritte Teil des Wettbewerbs umfasst eine Theorie-Prüfung mit 40 Fragen.

Landesausscheid im Februar 2020

Erfahrungsgemäß kann nur gewinnen, wer in allen drei Bereichen hohe Punktzahlen erreicht. Im diesjährigen Wettstreit gelang dies Jasmin Piehler von der Pöltzschtal-Agrar GmbH Markersdorf aus dem Landkreis Greiz mit 146,0 von 160,0 Punkten. Die Plätze zwei bis vier belegten Franz Karl (Agrarproduktion Frauenprießnitz GmbH & Co KG), Michelle Heyden (Rinderhof Agrar GmbH Seubtendorf) und Michael Kiesewetter (Agrargenossenschaft Gerstenberg eG). Die vier vorderen Platzierten haben die Möglichkeit, sich im Landesausscheid weiteren Melkern und Melkerinnen zu stellen und ihr Können erneut unter Beweis zu stellen. Der Landesausscheid findet am 12. Februar 2020 statt. Daran nehmen junge Fachkräfte der Milchgewinnung aus ganz Thüringen teil und ermitteln die Teilnehmer, welche im April am Bundesausscheid teilnehmen.

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