Feuerwehr

350 neue Schutzanzüge für Geras Feuerwehrleute

Gera.  Die Berufsfeuerwehr und die elf Freiwilligen Feuerwehren Geras haben moderne Schutzanzüge erhalten, die viele Tests bestanden.

Henry Brückner, Oberbrandmeister (links) und Frank Ringmann, Hauptbrandmeister, beide bei der Berufsfeuerwehr Gera, haben die neue Schutzkleidung an.

Henry Brückner, Oberbrandmeister (links) und Frank Ringmann, Hauptbrandmeister, beide bei der Berufsfeuerwehr Gera, haben die neue Schutzkleidung an.

Foto: Ilona Berger

Am Donnerstag erhielten die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und die der elf freiwilligen Feuerwehren der Stadt neue moderne Schutzanzüge. 350 Stück wurden übergeben.

„Nach einem Einsatz konnten wir bis jetzt nie nachschauen, ob innen unsere Jacken beschädigt waren. Wir hätten das Futter auftrennen müssen“, sagte Göran Kugel, Sprecher der Feuerwehr Gera. Er zeigt auf eine verschlissene alte Jacke. Die Partikelfiltermembran ist verschmort, die Schulterpartie durchgewetzt.

Um die Anforderungen an eine Schutzbekleidung, die den gültigen Vorschriften entspricht, genau zu formulieren, bereitete eine Gruppe unter Leitung von Maik Latzke die Ausschreibung für die Neuausstattung vor. Vertreter der Berufsfeuerwehr und freiwilligen Wehren arbeiteten mit.

An 20 Hersteller ging diese. Sechs Produkte wurden ein halbes Jahr getestet, unter anderem im Heißbrandcontainer in Bad Köstritz bei 800 Grad Celsius, beim Treppenlauf und beim realen Einsatz. Schnelles Anziehen, Funktionalität, höchste Sicherheit und auch das Reinigen sind in den Leistungskatalog eingeflossen.

„Insgesamt 423.000 Euro kostete die neue Kleidung“, sagte Kurt Dannenberg (CDU). Geras Bürgermeister plädierte für starke und gut ausgestattete Wehren, qualitativ und quantitativ. Er und OB Julian Vonarb (parteilos) bekamen symbolisch je eine Jacke überreicht. Der Oberbürgermeister sprach von einem guten Tag für die Feuerwehr und dankte für den unermüdlichen Einsatz der Kräfte über das gesamte Jahr.

Bessere Trageeigenschaften

Nicht mehr dunkelblau, sondern gold-schwarz ist die Farbe und somit besser sichtbar. Oliver Holz von der FF Gera-Frankental lobt das integrierte Sicherheitssystem in der Jacke. Der Gurt muss nicht mehr außen angelegt werden. Er schränkte nämlich die Bewegungsfreiheit ein. Die aktuellen Jacken sind mehrlagig, unter anderem flammenhemmend. Goretex-Material nimmt den Körperschweiß auf und transportiert ihn nach außen. Das ausgeklügelte Taschensystem bietet ausreichend Platz für Funkgeräte und Handlampen.

Mittels Klett- und Reißverschluss, sogenannte Revisionsöffnungen, kann das Innenleben der Jacke kontrolliert werden. Zudem bescheinigte Oliver Holz dem Schutzanzug bessere Trageeigenschaften. „Er bietet mehr Bein- und Armfreiheit. Die hochgeschnittene Hose rutscht nicht mehr.“ Reflexstreifen sind gepatcht und nicht aufgenäht. Das verhindert das Ausfransen.

Jeder Anzug wurde personalisiert und mit einem Code versehen. Durch ein Lesegerät kann festgestellt werden, wie oft die Kleidung gereinigt wurde. Die Anzüge kommen nach jedem Brandeinsatz in die Waschmaschine und danach in den Trockner. Für zwei weitere Geräte sind die Mittel beantragt.

„Wöchentlich rücken Berufsfeuerwehr und freiwillige Wehren der Stadt zu etwa 30 Hilfeleistungen und zehn Brandeinsätzen aus“, erklärte Göran Kugel.

„Unser Fuhrpark zählt über 60 Fahrzeuge. Dazu gehören auch die des städtischen Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes“, sagte Kristian Holitschke, Fachgebietsleiter Technik der Feuerwehr. Am 23. November dieses Jahres bekommt die Freiwillige Feuerwehr Gera-Mitte das Tanklöschfahrzeug 3000.

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