Aufwertung eines Einfalltors zur Stadt Gera

Gera  Für 1,5 Millionen Euro wird das Wohnhaus Ecke Stadtgraben/Greizer Straße saniert. Nicht nur optisch soll es gewinnen

Claudius Oleszak und Heike Fröhlich von der Tag Wohnen waren gestern zum Vorort-Termin auf der Baustelle Greizer Straße 22 bis 26. Das Wohnungsunternehmen saniert den Wohnblock für 1,5 Millionen Euro.

Claudius Oleszak und Heike Fröhlich von der Tag Wohnen waren gestern zum Vorort-Termin auf der Baustelle Greizer Straße 22 bis 26. Das Wohnungsunternehmen saniert den Wohnblock für 1,5 Millionen Euro.

Foto: Peter Michaelis

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Dass sie das Stadtbild im Geraer Zentrum nicht unbedingt bereichern, diese Meinung war schon häufiger zu hören, wenn es um die Plattenbauten vom Kornmarkt bis hinauf zur Greizer Straße ging. Mit Interesse dürften daher viele Passanten festgestellt haben, dass der erste dieser Blöcke seit wenigen Wochen in Gerüste gehüllt und seither von Handwerkern fleißig frequentiert wurde.

Konkret geht es um das Wohnhaus Greizer Straße 22 bis 26, dessen künftig freundlichere Farben sich an der Südseite, zum Stadtgraben hin, bereits erahnen lassen. Wie unsere Nachfrage ergab, investiert die Wohnungsgesellschaft Tag Wohnen hier rund 1,5 Millionen Euro in ihr Gebäude. „Wir wollen das Haus an einem Einfalltor zur Stadt optisch, vor allem aber auch technisch aufwerten“, sagt Claudius Oleszak, Leiter Immobilienmanagement der Tag Wohnen in Gera. „Die Innenstadt ist für uns ein wichtiger Bereich, in dem wir zuletzt ja auch in der Webergasse investiert haben“, erklärt er.

Im Block in der Greizer Straße, dessen 40 Wohneinheiten fast alle vermietet seien und der im bewohnten Zustand „bearbeitet“ werde, ist neben der neuen Fassadengestaltung vor allem der Anbau zweier Aufzüge ein qualitativer Zugewinn. Sie werden zur Greizer Straße hin an den Hausaufgängen 24 und 26 errichtet und halten auf halber Etage, erklärt Bauleiterin Heike Fröhlich. Die Vorbereitungen dafür an der Gebäudehülle sind bereits getroffen, die genauen Standorte der Aufzüge zu erahnen. Hierfür fließen auch Fördermittel, hieß es. Darüber hinaus würden in Strangsanierung die Elektro-, Wasser- und Abwasser- sowie Lüftungsanlagen erneuert, so die Bauleiterin. Außerdem umfasst das Bauprojekt neue Balkone für die Einraumwohnungen zur Rückseite des Hauses, die bislang keine hatten. „Wir versuchen natürlich trotzdem, die Belastungen für die Mieter so gering wie möglich zu halten“, ergänzt Claudius Oleszak. Es habe eine Mieterversammlung gegeben, bei der das von August bis März 2020 geplante Bauvorhaben vorgestellt wurde.

Es werde eine Modernisierungsumlage geben, so Oleszak auf unsere Nachfrage zu Auswirkungen der Sanierung auf die Mietpreise. Er betont aber, dass dies „in angemessenem Rahmen“ erfolge, da man ein Interesse daran habe, dass es in der Innenstadt auch weiter bezahlbaren Wohnraum gibt. Unabhängig davon hebt er die enge Abstimmung mit der Stadt bei dem Projekt hervor. „Ich habe den Eindruck, dass auch die Stadt sehr interessiert an einer Aufwertung dieses Bereichs ist“, so Oleszak. Vielleicht setze man mit diesem Wohnhaus als „Vorreiter“ auch ein Zeichen an andere Gebäudeeigentümer im Quartier, sagt er. Auch die Tag Wohnen hat noch weitere Objekte in der Nachbarschaft.

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