Blick in die Backstube

Bäckerei Laudenbach in Gera wächst stärker als erwartet

Gera.  Dass vier neue Filialen von nun 18 ein Produktionswachstum von 38 Prozent bedeuten würden, war nicht ganz so erwartet worden.

Emily Reichardt (20) aus Gera will Konditorin werden. Sie hat Anfang November den Ausbildungsbetrieb gewechselt und gehört jetzt zu den sieben Auszubildenden der Bäckerei & Konditorei Laudenbach in Gera. Hier bereitet sie Schokoladenstreuselkuchen für den Verkauf vor.

Emily Reichardt (20) aus Gera will Konditorin werden. Sie hat Anfang November den Ausbildungsbetrieb gewechselt und gehört jetzt zu den sieben Auszubildenden der Bäckerei & Konditorei Laudenbach in Gera. Hier bereitet sie Schokoladenstreuselkuchen für den Verkauf vor.

Foto: Sylvia Eigenrauch

Zum Sommeranfang übernahm die Bäckerei & Konditorei Laudenbach aus Gera vier Filialen der insolventen Frischback GmbH aus Arnstadt und wuchs damit bis heute auf 120 Mitarbeiter und 18 Filialen in Gera, Ronneburg und Altenburg. Durch den Zukauf rechneten die Inhaber anfangs mit bis zu 25 Prozent mehr Produktion. „Tatsächlich haben wir ein Wachstum von 38 Prozent“, sagt Michael Laudenbach. Doch es gab auch Probleme.

Sieben der übernommenen Mitarbeiter kündigen

Dazu gekommen waren die Filialen bei Rewe-Scholz in Lusan, im Geraer Hauptbahnhof, im Lidl-Markt Langenberg und in der Altenburger Sporenstraße. Und alle Mitarbeiter, die mindestens für ein Jahr weiter beschäftigt werden mussten. „Sieben von den 21 haben auf eigenen Wunsch gekündigt“, erzählt Ronny Laudenbach. „Die anfängliche Euphorie der Beschäftigten verflog mit unseren Ansprüchen“, beschreibt sein Bruder. Dabei hätte es zwei Schulungen gegeben und gehörte zum Team stets jemand aus der Stammbelegschaft. Gut entwickelt habe sich Langenberg und die Filiale am Hauptbahnhof erweise sich als die umsatzstärkste.

Doch nicht nur 14 Verkäuferinnen mussten als Ersatz gefunden werden – seit voriger Woche ist für Langenberg ein Mann in Teilzeit eingestellt – , sondern auch für die Produktion und den Transport wurden acht neue Mitarbeiter eingestellt. „Zwei Mal haben wir schon die Produktion umgestellt und drei Mal die Logistik in die Hand genommen“, macht Ronny Laudenbach den Aufwand deutlich. Insgesamt habe der Betrieb in die Übernahme der Filialen 750.000 Euro investiert. Seit dem 11. November wird in drei Schichten produziert, so der 44-Jährige. Möglich werde das durch die Langzeitführung und das Backen in den Filialen. 18 bis 22 Stunden lagern Brot und Brötchen bei 4 Grad Celsius. Dabei werde der Geschmack gebildet und bauen sich Zuckerstoffe ab.

Seit dem 28. Oktober ist Stollenzeit. Bei der Stollenprüfung des Verbandes der Backwarenbranche erzielten unter 120 eingereichten Laiben vier Stollen aus der Untermhäuser Backstube Gold und der Bratapfelstollen sogar einen Sonderpreis. Seit Kurzem wird Stollen von dort auch über Amazon verkauft.

Weihnachtsbackstube öffnet Sonnabend

Sieben unterschiedliche Sorten sind in dieser Saison im Programm, darunter erstmals ein Dinkel-Vollkornstollen. Verkostet werden können auch sie in der offenen Weihnachtsbackstube am Sonnabend von 10 bis 19 Uhr im Stammhaus in der Maler-Reinhold-Straße. Wer sich in der Lebkuchenwerkstatt und beim Plätzchenbacken geschafft hat, kann sich ab 17 Uhr dem Lampionumzug anschließen.

Kommentar: Nichts Altbackenes

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