Das Abdecken in Culmitzsch läuft bis 2028

Ronneburg.  Wismut GmbH veröffentlicht Umweltbericht auch für den Ronneburger Bereich. Große Fortschritte seien wegen der Trockenheit 2019 möglich gewesen

Hier wird die industrielle Absetzanlage Culmitzsch im Bereich Sanierung Ronneburg der Wismut GmbH abgedeckt. 

Hier wird die industrielle Absetzanlage Culmitzsch im Bereich Sanierung Ronneburg der Wismut GmbH abgedeckt. 

Foto: Wismut GmbH

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An der industriellen Absetzanlage Culmitzsch werden aus heutiger Sicht die Sanierungsarbeiten im Jahr 2028 weitestgehend realisiert sein. Diese Einschätzung trifft die Wismut GmbH aus Chemnitz, die jetzt ihren Umweltbericht für das Jahr 2019 veröffentlicht hat.

Ein reichliches Fünftel der Fläche bis Ende 2019 abgedeckt

Eine Absetzanlage wurde in der Zeit des Uranerzbergbaus für die Ablagerung von Abwässern und Schlämmen benötigt. An der Anlage in Culmitzsch, dem am längsten andauernde Sanierungsobjekt der Wismut mit einer Fläche von insgesamt 261 Hektar, konnten aufgrund der trockenen Witterung „signifikante Fortschritte bei der Endabdeckung gemacht“ werden, schätzt das Unternehmen ein. Bis Ende 2019 sei bereits eine Fläche von 58 Hektar – das entspricht 22 Prozent – fertiggestellt gewesen.

Culmitzsch war ein Ort, der etwa zwei Kilometer östlich von Berga an dem Bach Culmitzsch lag. 1964 bis 1970 wurde der Ortskern mit der Errichtung einer Schutzzone für die industrielle Absetzanlage Culmitzsch verwüstet und das Dorf mit zuletzt über 600 Einwohnern aufgegeben.

An den anderen Sanierungsstandorten sei die Umstellung bestehender Wasserbehandlungsanlagen ein Schwerpunkt im vorigen Jahr gewesen. Mit dem Umbau der alten Aufbereitungsanlage für Flutungswasser am Standort Königstein und dem Beginn eines Anlagenneubaus in Helmsdorf richte sich die Wismut GmbH weiter auf künftige Aufgaben aus. Der Fortschritt der Arbeiten führe an allen Standorten zu verringerten Mengen anfallender Wässer und ändere zudem deren Zusammensetzung. Insgesamt investiert die Wismut GmbH für den Umbau der Anlage in Königstein und den Neubau in Helmsdorf jeweils etwa zehn Millionen Euro.

Bundesregierung hat seit 1991 insgesamt 6,5 Milliarden Euro investiert

133 Millionen Euro flossen 2019 aus dem Bundeshaushalt in die Sanierungstätigkeit des Unternehmens. So wurden seit Beginn der Sanierungsmaßnahmen im Jahr 1991 bis Ende 2019 insgesamt 6,5 Milliarden Euro durch die Bundesregierung bereitgestellt.

Das Ende der Kernsanierung sei an vielen Standorten erreicht oder in greifbare Nähe gerückt. Um die Sanierungsergebnisse dauerhaft zu gewährleisten, betreibe die Wismut GmbH regelmäßige Pflege-, Wartungs- und Instandhaltungsleistungen. Die umfangreichen Nachsorgearbeiten dienten dem Erhalt der sanierten Objekte. Besondere Aufmerksamkeit werde dem Umweltmonitoring gewidmet. Dazu sei an allen Sanierungsstandorten ein spezifisches Netz an Messstellen installiert.

So betreibe die Wismut GmbH derzeit rund 1400 Messstellen zur Überwachung des Wasserpfades, an 380 Messstellen wird die Luft im Umfeld ehemaliger Wismut-Objekte überwacht. Dabei fallen große Datenumfänge sowohl aus per Hand genommenen Proben, was etwa 9500 Wasserproben betrifft, als auch von automatisch arbeitenden Messeinrichtungen an, die in einer eigens entwickelten Umweltdatenbank langfristig gespeichert und für Auswertungen genutzt werden. Ergebnisse und Bewertungen wichtiger Messpunkte sind im Umweltbericht dargestellt.

Interessierte Bürger können sich den Bericht mit den Ergebnissen der Sanierungsarbeiten und der Umweltüberwachung des Jahres 2019 herunterladen.

https://www.wismut.de/de/sanierung_umweltberichte.php

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