Denkmal für die Märzgefallenen in Gera instandgesetzt

Gera.  Rechtzeitig zum hundertjährigen Gedenken entstand auch ein Pult mit der Beschreibung der Ereignisse.

Das Ehrenmal der Märzgefallenen auf dem Geraer Südfriedhof. Das Denkmal ist den 14 Geraer Opfern des Putschversuches von Kapp und von Lüttwitz gegen die junge Demokratie der Weimarer Republik im März 1920 gewidmet.

Das Ehrenmal der Märzgefallenen auf dem Geraer Südfriedhof. Das Denkmal ist den 14 Geraer Opfern des Putschversuches von Kapp und von Lüttwitz gegen die junge Demokratie der Weimarer Republik im März 1920 gewidmet.

Foto: Peter Michaelis

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Rechtzeitig vor dem 15. März 2020, dem 100. Jahrestag des Kapp-Putsches in Gera, konnte das Pult mit der Beschreibung zu den Ereignissen vor 100 Jahren und zum Denkmal der 14 Geraer Märzgefallenen auf dem Südfriedhof fertiggestellt werden. Das würdigt der Geraer Günter Domkowsky und bedankt sich dafür in einem Brief beim Oberbürgermeister.

„Damit wäre die für den 15. März vorgesehene städtische Veranstaltung in einem würdigen Rahmen möglich gewesen“, schreibt Domkowsky. Aus den bekannten Gründen habe sie aber abgesagt werden müssen. Zu dem Zeitpunkt galt schon die Allgemeinverfügung, wonach sich nicht mehr als 50 Personen versammeln durften. Dass René Soboll an diesem Tag dennoch im Interesse der Stadt ein Gebinde niedergelegt habe und andere an die Märzgefallenen gedacht haben, „ist aus meiner persönlichen Sicht besonders zu würdigen“, erklärt Domkowsky. Am 15. März nach 10 Uhr hätten sich rund 25 Menschen am Denkmal der Märzgefallenen im Südfriedhof eingefunden.

„Es ist mir ein persönliches Bedürfnis mich bei den Beschäftigten der Stadtverwaltung für ihre konstruktive und sachorientierte Erledigung ihrer Aufgaben herzlich zu bedanken“, heißt es in dem Brief. Das Denkmal auf dem Südfriedhof, das Selmar Werner (1864-1953) aus Gera schuf und das am 5. Mai 1921 eingeweiht worden war, sei sehr solide, entsprechend der gegebenen Möglichkeiten instandgesetzt und gestaltet worden. Der Dank dafür gebühre den Beschäftigten des Amtes für Stadtgrün Matthias Mittenzwey und insbesondere Heidi Tiesler sowie den Beschäftigten im Südfriedhof und Sabine Schellenberg von der Unteren Denkmalschutzbehörde. Nach langen und intensiven Bemühungen werde das Denkmal, einschließlich eines Pults mit der Beschreibung, nunmehr auch als solches wieder sichtbar. Eine Sanierung sei dennoch notwendig.

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