Des einen Freud, des andern Leid: Christiane Kneisel über Thüringens neuen Feiertag

Achtung, nicht vergessen, am Freitag ist arbeitsfrei, zumindest hierzulande für alle Arbeitnehmer, die nicht in Unternehmen oder Einrichtungen mit Ausnahmeregelung tätig sind.

Christiane Kneisel.

Christiane Kneisel.

Foto: Peter Michaelis

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Der neue Thüringer Feiertag zum Weltkindertag, kurzerhand Ende Februar im Wahljahr von unserer Landesregierung beschlossen, macht es möglich.

Zumindest wollen alle Befragten unserer Straßenumfrage den Tag löblich für Aktivitäten mit ihren Kindern und Enkeln nutzen. Dass Arbeitgeber hingegen wenig jubeln, ist ihnen nicht zu verdenken. Langfristige Unternehmensplanungen müssen neu überdacht, Umsatzverluste dieses Tages in Kauf genommen oder ausgeglichen sowie zusätzliche Feiertagsentlohnungen bei fortlaufender Produktion einkalkuliert werden. Ganz zu schweigen von kniffligen rechtlichen Fragen, mit denen sich mancher Unternehmer plötzlich konfrontiert sieht. Wie beispielsweise ist ein Mitarbeiter aus einem anderen Bundesland, der Home Office nutzt, an diesem Tag zu entlohnen? Apropos: Es wäre gleichfalls interessant zu erfahren, wie Pendler mit diesem Tagesgeschenk umgehen, während die eigene Familie schaffen muss. Falls nun der eine oder andere Thüringer den neuen Feiertag doch vergessen sollte, zumindest für gezielte Aufmerksamkeit für den Nachwuchs – am 1. Juni gibt es wieder eine Chance. Genaugenommen aber bedarf es für Familienfreundlichkeit aber keiner speziellen Tage. Diese lässt sich anders und besser beweisen.

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