Deutsches Meteoriten-Kolloquium in Gera

Gera  Am 13. Oktober 1819 fiel in Pohlitz ein drei Kilogramm schwerer Stein vom Himmel

Der Pohlitzer Meteorit im Museum für Naturkunde Gera.

Der Pohlitzer Meteorit im Museum für Naturkunde Gera.

Foto: Peter Michaelis

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Am 12. und 13. Oktober findet im Stadtmuseum Gera das 12. Deutsche Meteoriten-Kolloquium statt. Es wird zum 200. Jubiläum des Meteoritenfalls von Pohlitz, dem heutigen Ortsteil von Bad Köstritz, veranstaltet. Darüber informiert das Naturkundemuseum Gera in einer Pressemitteilung.

Das Kolloquium wird vom Bartoschewitz-Meteoriten-Labor organisiert und erhält Unterstützung vom Museum für Naturkunde Gera und vom Heimat- und Ortsverein Bad Köstritz. Am ersten Tag erwartet die Teilnehmer eine abwechslungsreiche Abfolge von Vorträgen, die den „Lebenslauf“ des Pohlitzer Meteoriten von der Bildung im Sonnensystem bis zu seiner Odyssee durch das Weltall anhand der durchgeführten Untersuchungen und Interpretationen populärwissenschaftlich vorstellt, aber auch das regionale Zeitgeschehen vor 200 Jahren einbezieht.

Vor 200 Jahren, am 13. Oktober 1819, gegen 8 Uhr, schlug der Meteorit auf dem Feld des damaligen Gutsbesitzers Rothe ein. Heute gehört das Gelände zum Chemiewerk. Der Steinmeteorit „Chondrit L5“ war 14 Zentimeter groß und etwa drei Kilogramm schwer.

Die Bandbreite der Referenten sei vielversprechend. „Glas in Meteoriten und deren Geschichte“ heißt der Vortrag von Klaus Heide aus Jena. Der Referent war unter anderem von 1994 bis 2004 Universitäts-Professor für Allgemeine und Angewandte Mineralogie am Institut für Geowissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena. 14 Uhr spricht Gi­sela Maul aus Weimar über „Goethe und der Meteorit von Pohlitz“. Sie ist Kustodin der Naturwissenschaftlichen Samm­lungen des Goethe-Nationalmuseums in Weimar. Das Goethe in Pohlitz war, ist überliefert. Ab 16 Uhr referiert Dennis Harris von der FSU Jena über „Der Pohlitz Meteorit und sein Mutterkörper“. Seine Hauptforschungsinteressen sind Mineralogie und Geochemie von extraterrestrischen Materialien und die Geschichte unseres Sonnensystems.

19 Uhr findet die feierliche Ausstellungseröffnung der Kabinettausstellung „Der Stein, der vom Himmel fiel – Zum 200-jährigen Fall-Jubiläum des Pohlitzer Meteoriten“ im Museum für Naturkunde Gera statt.

Am darauffolgenden Sonntag, 13. Oktober, treffen sich die Teilnehmer des Kolloquiums um 10 Uhr in Bad Köstritz/Pohlitz zur feierlichen Einweihung eines Denkmals, das an den Meteoritenfall erinnern will.

Die Teilnahme am Kolloquium setzt eine Anmeldung bis zum 29. September voraus. Wer nicht über einen Internetzugriff verfügt, meldet sich bei Interesse telefonisch im Museum für Naturkunde Gera bei Frank Hrouda unter 0365 /52003.

Das Programm samt Angaben zur Anmeldung auf www.meteorite-lab.org

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