Dietmar Staps aus Dürrenebersdorf hupt beim Trabikonzert

Gera  Am 28. September wird auf dem Geraer Markt die aufgeschriebene Kulturhauptstadtbewerbung musikalisch verabschiedet.

Dietmar Staps aus Dürrenebersdorf will mit seinem Trabant 601 S am Trabi-Hupkonzert teilnehmen.

Dietmar Staps aus Dürrenebersdorf will mit seinem Trabant 601 S am Trabi-Hupkonzert teilnehmen.

Foto: Peter Michaelis

Dietmar Staps aus Dürrenebersdorf war der Erste, der sich im Kulturhauptstadtbüro mit seinem biberbraunen Fahrzeug für das Trabikonzert am 28. September gemeldet hat. Um 17 Uhr soll es auf dem Geraer Markt starten. Die Fahrzeughupe ist dann gefragt. Außerdem gehört er zu den acht Fahrern, die die Kulturhauptstadtbewerbung nach Berlin fahren.

Auf den Zeitungsbeitrag als Erster gemeldet

„In der Zeitung hatte ich davon gelesen. Ich will dabei sein, wenn wir Gera publik machen. Man muss mal bisschen groß denken“, sagt der 66-Jährige. Seinen Trabi hat er 1978 selbst aufgebaut. Mit Papieren eines verschrotteten 600er-Trabis. Alles ist original. Auch die Farbe, sie gehörte zur 1975 gebauten Karosserie. Bis 1990 fuhr er den Zweitakter, bis 1993 saß seine Frau hinter dem Steuer. „Weil er ein Familienmitglied ist, habe ich ihn 2012 klempnermäßig überholt“, erzählt der Geraer. Seine Tochter fuhr er damit im selben Jahr zur Trauung in der Marienkirche. Vor drei Wochen erst war der Trabi die Überraschung zur goldenen Hochzeit seiner Schwägerin.

Dabei steht er nicht nur für besondere Anlässe oder Clubtreffen in der Garage. 2000 Kilometer im Jahr fährt Dietmar Staps. Aber nicht im Winter. In seinen 41 Jahren hat der Trabant 130.000 Kilometer zurückgelegt. Natürlich nicht mit einem Tachometer. „Egal wo ich parke. Es dauert nicht lange und die ersten fachsimpeln und bereuen, ihren Trabi verkauft zu haben“, erzählt er. „Das ist wie eine Gemeinschaft. Junge Leute auf der Simson winken mir zu.“

Der Ruheständler ist Mitglied im Köstritzer Trabi-Club und inzwischen auch für zwölf Pfund Jahresbeitrag in einem englischen IFA-Club. „Mein nächstes großen Ziel ist ein Treffen dort, wenn mir der Brexit keinen Strich durch die Rechnung macht“, meint er. Zweifel, dass sein Trabi das nicht schaffen könnte, hat er nicht. Zylinder und Kolben sind erneuert. 115 Stundenkilometer fährt er.

Die Spritzlappen bekam er 2018 von einem Golffahrer bei der Anfahrt zum Mühlenfest in Lumpzig geschenkt. „Er bremste mich aus und meinte, dass etwas an dem schönen Auto fehle. wir fuhren auf dessen Hof und holten die Schmutzfänger. Das fand sich so klasse“.

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Trabihalter melden sich bei Thomas Kiemle im Kulturhauptstadtbüro, Rudolf-Diener-Straße 4 in 07545 Gera Telefon 0365 / 83 09 99 80

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