Umgezogen

DRK-Kleiderkammer jetzt in Zentrumsnähe

Gera .  Bis vor Kurzem in der Otto-Rothe-Straße 12 in Gera-Lusan ansässig, ist die DRK-Kleiderkammer seit Montag in Geras Stadtzentrum, in der Laasener Straße 22, zu finden.

Die ehrenamtlichen DRK-Mitarbeiterinnen der DRK-Kleiderkammer Ingeborg Engel, Domenica Bretschneider, Sandra Eismann, Susann Golka und Franziska Stelzig (v.li.) werden hier zukünftig bedürftige Menschen je nach Angebot kostenlos mit Kleidung versorgen.

Die ehrenamtlichen DRK-Mitarbeiterinnen der DRK-Kleiderkammer Ingeborg Engel, Domenica Bretschneider, Sandra Eismann, Susann Golka und Franziska Stelzig (v.li.) werden hier zukünftig bedürftige Menschen je nach Angebot kostenlos mit Kleidung versorgen.

Foto: Peter Michaelis

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Wärmende Jacken, Hemden, Blusen hängen auf den Bügeln. Hosen stapeln sich in den Regalen. Fleißige Frauen haben in den vergangenen Tagen sortiert und eingeräumt. Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Gera ist nach ihrem Umzug wieder gut bestückt. Bis vor Kurzem in der Otto-Rothe-Straße 12 in Gera-Lusan ansässig, ist die Kleiderkammer seit Montag in Geras Stadtzentrum, in der Laasener Straße 22, zu finden.

„Die Lage in Lusan war für uns nicht zentral genug. Nun sind wir für bedürftige Geraer viel besser erreichbar“, berichtet Karen Meuche, Koordinatorin der Kleiderkammer des DRK-Kreisverbandes Gera-Stadt. Noch rechtzeitig vor kalten Wintertagen ist der Umzug in das zuvor leerstehende Mietobjekt bewältigt. Mit dem zentrumsnahen Domizil hat sich die Kleiderkammer etwas verkleinert. Bewusst, denn das seien eben auch Kosten. „Wir verdienen damit kein Geld, sondern es ist Vereinszweck. Insofern müssen wir mit unseren Ressourcen zurecht kommen“, erklärt Michael Scholz, Vorstand des DRK Kreisverbandes Gera-Stadt. Mit Ausgabestelle und Lager stehen insgesamt etwa 50 Quadratmeter im jetzigen Mietobjekt zur Verfügung.

Dass auch dieser Standort wieder gut frequentiert wird, daran zweifeln die Organisatoren und Mitarbeiter nicht. „Gerade in der Phase des Umzugs hatten wir viele Anrufe, wurden gefragt, warum unsere Kleiderkammer geschlossen ist. Aber es braucht alles seine Zeit“, so Karen Meuche. Mindestens 30 Geraer kommen an einem Ausgabetag in die Kleiderkammer, um sich mit Bekleidung zu versorgen. „Der Bedarf ist wirklich da. Wir haben teils Stammkunden, die uns seit vielen Jahren immer wieder aufsuchen. Sie werden mit Sicherheit auch in unser neues Domizil kommen“, versichert die Koordinatorin.

Angeboten werden in der Kleiderkammer Textilien und Schuhe. Auf diese Artikel will man sich nun konzentrieren. Diese Waren werden von den Bedürftigen am meisten benötigt. Andere Artikel – beispielsweise gab es in der Rothe-Straße auch Geschirr – sprengen die Kapazität des neuen Domizils. Zudem: Manches aus zweiter Hand einfach weiterreichen, sei mitunter problematisch. „Beispielsweise wollen viele Leute Elektrogeräte spenden, aber das ist in Bezug auf Funktionstüchtigkeit und Sicherheit schwierig“, gibt Karen Meuche zu bedenken.

Betreut wird die DRK-Ausgabestelle aktuell von sechs ehrenamtlichen Mitarbeitern. „Wir sind aber stets auf der Suche nach neuen Helfern. Wer also Interesse hat, unsere Kleiderkammer zu unterstützen, kann sich gern bei uns melden“, sagt Karen Meuche. Kontinuität und Verlässlichkeit sollten jene, die die Kleiderkammer gern unterstützen möchten, mitbringen.

Geraer, die die Bedürftigkeit anhand eines Hartz IV-Bescheids, einer Sozialcard oder ähnlichem nachweisen, können die DRK-Ausgabestelle nutzen.

Geöffnet hat die DRK-Kleiderkammer für die Warenausgabe an Bedürftige dienstags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 11 bis 15 Uhr. Textilien und Schuhe werden immer montags und mittwochs jeweils von 8 bis 11 Uhr entgegen genommen. Telefonisch erreichbar ist die Kleiderkammer unter: 0365/82 21 92 29.

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