„Einmummeln“ für einmaliges Konzert im Geraer Stadion

Gera.  Der Förderverein des Gymnasiums organisiert mit „Einmummeln“ ein außergewöhnliches Weihnachtskonzert am 17. Dezember.

Katharina Trautmann und René Keßler organisieren das Weihnachtssingen im Stadion.

Katharina Trautmann und René Keßler organisieren das Weihnachtssingen im Stadion.

Foto: Peter Michaelis

Exakt zwei Monate sind es noch bis zum Weihnachtskonzert im Stadion der Freundschaft, welches der Vorstand des Fördervereins des Gymnasiums Rutheneum initiiert und organisiert. Am 17. Dezember ab 18.30 Uhr werden der Konzert- und der Mädchenchor des Rutheneums die Geraer auf das Fest einstimmen. Als Solist konnte Clemens Tiburtius, einer der besten Jazzsänger Deutschlands und Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar, gewonnen werden. Schauspielerin Petra Schmidt-Schaller moderiert den rund zweistündigen Abend. Die musikalische Gesamtleitung liegt in den Händen von Chorleiter Christian K. Frank.

Katharina Trautmann und René Keßler vom Vorstand des Schulfördervereins stellen den Abend augenzwinkernd unter den Titel „Einmummeln“. Akribisch bereiten sie mit Helfern das Ereignis vor. „Wir sind positiv gestimmt, werden aber am 2. November im Vorstand endgültig darüber entscheiden. Uns ist bewusst, dass höhere Gewalt unsere Pläne noch zunichte machen kann“, so Katharina Trautmann. „Normalerweise finden mindestens 15.000 Menschen im Stadion Platz. Wir planen mit maximal 2000 Besuchern, möchten eine weihnachtliche Atmosphäre unter Berücksichtigung aller Abstands- und Hygieneregeln“, erklärt der Erste Vorsitzende des Fördervereins René Keßler.

Mit ihrer Idee wollen die Initiatoren nicht nur den Geraern einen kulturellen Höhepunkt bieten, sondern sie versprechen sich Strahlkraft über die Stadt hinaus. „Das Rutheneum mit seinen Spezialklassen und Chören bürgt für hohe musikalische Qualität. Ein solches Konzert ist weder in Jena noch Weimar oder Erfurt zu finden“, so Katharina Trautmann. Viele positive Reaktionen habe es schon gegeben. „Es macht uns sehr froh, dass die Stadt und der Oberbürgermeister voll hinter unserem Projekt stehen und uns auch personell bei der Durchführung unterstützen“, versichert René Keßler. Zudem hilft das Comma-Team bezüglich Sicherheitskonzept und Kartenverkauf.

Rund 55.000 Euro veranschlagt der Verein für die Veranstaltung. Insofern danken die Organisatoren bereits jetzt den zahlreichen Sponsoren, die ihr Engagement zugesichert haben. Über den Kulturlastenausgleich kommt ebenfalls ein Zuschuss. „Allerdings können wir nicht nachvollziehen, warum der Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie Leben der Stadt Gera es ablehnte, uns zu unterstützen“, sagt René Keßler und erklärt: „Unser Konzert war lediglich Teil eines Gesamtkonzeptes, das sich in erster Linie mit Kinder- und Jugendarbeit beschäftigt, die gerade im Corona-Jahr mehr denn je gebraucht wird.“ Mit dem Konzert wollen die Initiatoren nicht zuletzt allen Alltagshelden und Helfern der Krise noch einmal Danke sagen.

Das Plakat für „Einmummeln“ designte und sponserte Künstlerin Christiane Schaller. „Dieses Konzert, generationsübergreifend und als eines der wenigen kulturellen Höhepunkte in diesem Jahr in der Stadt, ist dazu angetan, die Menschen zusammenzubringen und einen versöhnlichen Abschluss des Jahres zu finden“, so René Keßler.

Sponsoren für das Projekt sind jederzeit willkommen. Kontakt: rutheneum@web.de