„Es war sehr ergreifend“: Eckhard Müller hat gleich drei Gründe zum Feiern

Eckhard Müller, Vorstandsvorsitzender Kulturbund Gera e.V.

Eckhard Müller, Vorstandsvorsitzender Kulturbund Gera e.V.

Foto: Sylvia Eigenrauch

Gera.  Eckhard Müller hat gleich drei Gründe zum Feiern: 75. Jubiläum Kulturbund Gera, 25 Jahre Vorsitzender des Kulturbundes und seinen 65. Geburtstag.

Gibt es in den 25 Jahren ein besonderes Ereignis, dass Ihnen in Erinnerung geblieben ist?

Ich habe mich 1993 mit der Geschichte des Erbprinzen Heinrich Reuß beschäftigt. Es gab Gerüchte, dass Reuß nach 1945 nach Buchenwald kam. Ich machte etliche Leute aus Gera, Weimar und Jena ausfindig, die zu dieser Zeit im ehemaligen KZ tätig waren. Später habe ich eine Veranstaltung „Nutzung der Konzentrationslager nach 1945 durch das NKWD“ organisiert und die Menschen eingeladen, die ich durch die Forschung kennengelernt habe. Allen Teilnehmern standen die Tränen in den Augen. Es war sehr ergreifend.

Wie sieht Ihre Arbeit in Zeiten von Corona aus?

Wir haben im September 2020 eine Ausstellung „30 Jahre deutsche Einheit“ initiiert. Leider mussten wir sie kurz nach Eröffnung schließen. Die Ausstellung ist aber noch aufgebaut. Ich hoffe, dass wir sie nach der Sommerpause zeigen können. Es gibt spannende Originaldokumente aus der Zeit.

Auf welches kulturelle Ereignis freuen Sie sich, wenn die Pandemie überstanden ist?

Ich freue mich, wenn das kulturelle Leben anläuft und Fachgruppen, Spezialvorträge wieder möglich sind. Besonders freue ich mich auf die geplante Ausstellung der Künstler Marita Wagner und Volker Könitzer aus Bad Blankenburg. Wir sind seit längerem mit den beiden aus dem ARTig e.V. Gera im Gespräch. Sobald die Situation es zulässt, können wir endlich mit der konkreten Planung beginnen.

Interviewerin: Vanessa Schubert