Experten erwarten keine neue Schwammspinner-Invasion in Thüringen

red
Die Schwammspinnerraupen konnten im vergangenen Jahr mithilfe von Insektiziden erfolgreich bekämpft werden. (Symbolfoto)

Die Schwammspinnerraupen konnten im vergangenen Jahr mithilfe von Insektiziden erfolgreich bekämpft werden. (Symbolfoto)

Foto: Peter Michaelis

Erfurt/Gera.  Da im vergangenen Jahr in Teilen von Thüringen der Schwammspinner erfolgreich bekämpft werden konnte, rechnen Forstexperten in diesem Jahr mit keiner Invasion.

Die Schwammspinner-Invasion, die im vergangenen Jahr vor allem in den Eichenwäldern der Forstämter Gera, Heldburg, Finsterbergen und Sondershausen wütete, konnte nachgewiesenermaßen eingedämmt werden. Das ist das aktuelle Ergebnis einer Überwachung der oben genannten Waldgebiete. Laut Thüringer Landesforstanstalt konnten kein großflächiger Raupenfraß an Eichenblättern festgestellt werden.

Erfolgreicher Einsatz mit Pflanzenschutzmittel "Mimic"

Laut Thüringenforst-Vorstand Volker Gebhardt zeigte der Einsatz des Pflanzenschutzmittels "Mimic" gute Ergebnisse. Weiterhin kritisch sei die Situation im Forstrevier Schmölln. Im Bereich des Forstamtes Weida wurden erwartungsgemäß Fraßschäden an Birken und Pappeln registriert. Die Waldschutzexperten des Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrums Gotha gehen aber von einem Zusammenbrechen der Massenvermehrung des Schwammspinners aus.

Denn die Natur macht es möglich: Viren, Insekten und Pilze haben hier die Raupen und Puppen infiziert und so den Rückgang herbeigeführt. Jedoch wäre für die im letzten Jahr mit Pflanzenschutzmittel behandelten Eichenbestände der natürliche Zusammenbruch zu spät gekommen.