Freiwillige putzen den Park der Jugend in Gera

Gera  Der Park der Jugend soll attraktiver werden. Freiwillige putzen deshalb am Sonnabend den Park der Jugend zwischen Trinitatiskirche und Comma.

Die jüngsten Helfer im Park der Jugend (Foto oben v.l.), Vincenzo, Nino, Bruno und Laurin helfen hier Heidi Tiesler beim Befüllen der Schubkarren mit Rindenmulch für das Spielareal. Holger Schönfelder (Foto unten rechts) schleift Schmierereien und alte Farbe von einem der Papierkörbe. Sie erhielten ein neues Farbkleid mit flotten Sprüchen und sind jetzt viel besser zu finden.

Die jüngsten Helfer im Park der Jugend (Foto oben v.l.), Vincenzo, Nino, Bruno und Laurin helfen hier Heidi Tiesler beim Befüllen der Schubkarren mit Rindenmulch für das Spielareal. Holger Schönfelder (Foto unten rechts) schleift Schmierereien und alte Farbe von einem der Papierkörbe. Sie erhielten ein neues Farbkleid mit flotten Sprüchen und sind jetzt viel besser zu finden.

Foto: Sylvia Eigenrauch

Die frisch besprühten Papierkörbe leuchten plötzlich im schattigen Park der Jugend. Dass sie künftig verfehlt werden, ist nach dem Arbeitseinsatz vom Sonnabend unwahrscheinlich.

Auf Einladung der Geraer Ehrenamtszentrale waren reichlich 50 Helfer gekommen. Leiterin Sybille Thomae begrüßte sie am Sonnabendmorgen zum Reinigen der Spielgeräte, Bänke und Papierkörbe, zum Aufräumen, Pflanzen und zum Verteilen von Rindenmulch auf der Fläche um Drehscheibe und Seilschaukeln. Die Idee für das Gemeinschaftswerk hatte Holger Schönfelder. Ihm, der selbst einmal beruflich den Park säuberte, war aufgefallen, dass trotz der Pflege des Fachdienstes Stadtgrün die Anlage verschmutzt und damit abstoßend wirkt. Schönfelder griff Sonnabend zum Schleifklotz und bearbeitete Papierkörbe, bevor sie von Skatepark-Mitarbeitern eine neue Außenhaut bekamen.

Einmal in der Woche erfolgt die Pflege im Park. Hinzu kommt die Sichtkontrolle der Spielgeräte. „Ich will ein Zeichen setzen“, sagte Heidi Tiesler aus dem Fachdienst Stadtgrün, die zu den Freiwilligen gehörte. „Auch wir sind nicht zufrieden, dass hier die Wertschätzung für das Allgemeingut fehlt“.

Mit vor Ekel verzerrtem Gesicht kehrte Sonja Sellner von ihrer Runde in die hintersten Gebüschecken zurück. Die Vorsitzende vom Verein Besondere Kinder Gera & Landkreis Greiz hatte illegale Aborte gefunden. Sie erfuhr, dass es hier keine öffentliche Toilette gibt und das Häuschen an der Talstraße schon lange geschlossen sei. „Mit unserer Hilfe wollen wir der Ehrenamtszentrale etwas zurückgeben, die uns sehr unterstützt“, sagte sie. Ihre beiden Mitstreiterinnen Sonja Nagel und Mandy Große putzen zum Beispiel das Kleinkindspielgerät mit Kernseife und Wasser. Diese Zutaten nutzte Alexander Höhne, Vorsitzender der Initiative Barrierefreiheit für Gera, auch für das Schrubben der Bänke. Derweil baute Otegau-Mitarbeiter Rainer Knittel fehlende Teile an das direkt am Weg gelegenen Spielgerät für behinderte Kinder. Auch der neue Klöppel für das Klangspiel kommt aus der Holzwerkstatt.

Die jüngsten Helfer, meist Kinder von Vereinsmitgliedern, schafften sich am Sonnabend mit Schaufel und Schubkarre und verteilten Rindenmulch auf dem großen Spielareal. Als Krönung des Tages durften sie die neuen Motive mit Schablone auf die nun unübersehbaren Papierkörbe sprühen.

Sylvia Eigenrauch über das Putzen im Park

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