Für die Geraer Wäscherei-Inhaberin ist es nicht nur ein Job

Gera  Angelika und Michael Bergner haben ihren ursprünglichen Wäschereibetrieb in der Schülerstraße 49 wieder eröffnet

Inhaberin Angelika Bergner beim Wäschelegen.

Inhaberin Angelika Bergner beim Wäschelegen.

Foto: Peter Michaelis

„Wir sind wieder hier in unserem Revier“, sagt Angelika Bergner und freut sich, dass die Zeit des Provisoriums vorbei ist. Nach umfangreicher Sanierung und komplett neu ausgestattet, ist seit 1. Oktober die Wäscherei Gera-Mitte an ihrem angestammten Platz in der Schülerstraße 49 zu finden.

Nach einem Brand zu Beginn dieses Jahres konnten Angelika und Michael Bergner mit den vier weiteren Mitarbeitern zwar eine übergangsweise bereitgestellte Halle ihres Vermieters beziehen, mussten damit jedoch zugleich den Waschbetrieb stark reduzieren. Drei Waschmaschinen und eine kleine Mangel gaben nicht mehr her.

„Als mein Mann und ich am 22. Februar auf Arbeit kamen, hatte es in unserer Wäscherei eine Selbstentzündung durch Wäsche gegeben. Sämtliche Maschinen wurden durch Ruß unbrauchbar. Es war wirklich nichts mehr zu retten“, erinnert sich die Chefin an die Katastrophe. Den Inhabern blieb erst einmal nichts anderes übrig, als ihre Großkunden, zu denen beispielsweise das Zwergschlösschen, die Gewürzmühle sowie die Elsterperle in Wünschendorf gehören, an eine Wäscherei in Eisenberg zu vermitteln.

Nach dem Brand stand für Angelika und Michael Bergner jedoch schnell fest, einen Neustart zu wagen. „Auch unsere Kunden haben uns gebettelt, wieder zu eröffnen“, erzählt die 61-Jährige. Sie sanierten und investierten noch einmal kräftig. Mit sechs neuen Waschmaschinen, noch dazu größer als zuvor, sechs Trocknern und einer Heißmangel kann nun der Waschbetrieb für Privathaushalt und Gewerbe wieder auf Hochtouren laufen. Geöffnet ist aktuell noch Montag bis Donnerstag von 7 bis 16 Uhr, Freitag bis 15 Uhr, wobei Angelika Bergner derzeit überlegt, die Zeiten zu erweitern.

Seit der Wende führt das Paar den Betrieb. „Damals gingen etliche Wäschereien zugrunde und wir konnten vieles auffangen. Es ist aber nicht nur ein Job. Es gibt Kunden, die liegen einem einfach am Herzen. Kommen sie mal nicht, fehlt etwas“, versichert die Chefin.

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