Gera-Dorna: Das Dorf der Wilden Inseln

Gera.  Die Eheleute Scholz aus dem Geraer Ortsteil werden vom Naturschutzbund (Nabu) ausgezeichnet

Zur Jahresversammlung des Nabu Gera-Greiz konnten die Naturschutzprojekte in Gera-Dorna besichtigt werden.

Zur Jahresversammlung des Nabu Gera-Greiz konnten die Naturschutzprojekte in Gera-Dorna besichtigt werden.

Foto: Mario Scholz

„Artenvielfalt – jeder kann was tun“, unter dieser Überschrift stand die Jahresvollversammlung des Kreisverbandes Gera-Greiz des Naturschutzbundes (Nabu) Thüringen, die in der Pfarrei in Gera-Dorna stattfand. Über 50 aktive Mitglieder des über 1300 Mitglieder zählenden Kreisverbandes hatten sich dazu eingefunden, wie Gabriele Helmholz vom Nabu in einer Pressemitteilung informiert.

Im und rund um das Kulturdenkmal Dorfkirche St. Petri wirken seit Jahren engagiert und nachhaltig die Vorstandsmitglieder Annett und Mario Scholz aus Dorna. Nach dem Rückblick auf ein zum Teil durch Corona geprägtes Jahr voller Aktivitäten wurde den Interessierten im alten Pfarrgarten und den angrenzenden, zum Teil neu erschlossenen Flächen Naturschutz zum Anfassen präsentiert. In dem vom Land geförderten Projektgebiet entstanden Streuobstwiesen und Eiablageplätze für die streng geschützten Zauneidechsen, über die nun auch eine Infotafel in der Nähe informiert.

Kein Wunder also, dass sich bei der geführten Begehung um eine gesichtete junge Zauneidechse entzückte Naturfreunde sammelten. Sie hatten laut Gabriele Helmholz auch sonst mit großem Interesse und Anerkennung die Vielfalt der im und um den alten Pfarrgarten geschaffenen Gestaltungsbeispiele bestaunt und Anregungen für eigene Projekt mit nach Hause nehmen können.

Das geschaffene Refugium passt zur neuen Nabu-Aktion „Wilde Inseln“ für mehr Artenvielfalt. Stein- oder Totholzhaufen, alte Baumstümpfe, seltener geschnittenen Sträucher – mit profunden Kenntnissen vom Zusammenspiel von Flora und Fauna, durch kreative Ideen und mit viel Einsatz könne dabei Naturschutz gestaltet werden, wobei es sich „nicht einfach um Flächen handelt, die sich selbst überlassen bleiben“, schreibt Gabriele Helmholz vom Nabu

Für „Wilde Inseln“ nicht nur im Pfarrgarten, sondern auch im heimischen Garten sowie auf einer ungenutzten Friedhofsfläche bekamen die Eheleute Scholz von der Landesgeschäftsstelle des Nabu Thüringen gleich drei Plaketten der neue Aktion überreicht.

Um die Plakette „Wilde Inseln“ kann sich jeder beim Nabu Thüringen bewerben, www.wilde-inseln.de