Gera: Musikalisches unter der Erde noch bis 30. November erlebbar

Tina Puff
Klarinettist Hendrik Schnöke vom Ensemble diX im Höhler Greizer Straße 37.

Klarinettist Hendrik Schnöke vom Ensemble diX im Höhler Greizer Straße 37.

Foto: Peter Michaelis

Gera.  Sinnliche Klänge lassen die Tiefe der Höhler vergessen

Noch bis zum 30. November öffnet täglich der Höhler in der Greizer Straße von 13 bis 18 Uhr seine Pforten für die Öffentlichkeit.
So auch am vergangenen Sonnabend. Peu à peu kamen die Besucher, die sich nach einer kurzen Begrüßung und einer kleinen Einweisung durch den Klarinettisten vom diX ensemble Hendrik Schnöke aufmachten hinab in die unterirdischen Gänge der Höhler 37/39. Unten angekommen erklingen Ausschnitte aus den Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz, gesungen von Mitgliedern des Konzertchores Rutheneum und instrumentalisch begleitet vom diX Ensemble. Ein kurzweiliges Erlebnis, welches man sich nicht entgehen lassen sollte.

Im ersten Höhler wird auf Infotafeln über die Zeit von Heinrich Schütz und Heinrich II. Posthumus Reuß, über die Entstehung der Musik und unter anderem das Begräbnis von Posthumus berichtet. Sechs Tafeln sind insgesamt aufgestellt. Im zweiten Höhler begeistern die Stimmen der Sänger und Sängerinnen – jeder in seiner eigenen Nische versehen mit einem Porträt. Während in den Nischen vor allem eine Stimme erlebbar ist, vereinen sie sich in den Gängen zu einem Gesamtwerk. Der Besucher sollte mehrere Runden drehen, um die Stücke wirken zu lassen. Das Erlebnis ist kostenfrei, Spenden wünschenswert.