HSV Ronneburg macht es spannend

Ronneburg  Handball, Thüringenliga: Hermsdorf unterliegt in einem umkämpften Derby 28:29. Christopher Stölzner vertritt den erkrankten Christian Hoppe.

Richard Vogel (rechts) findet aus dem Rückraum eine Lücke in der Hermsdorfer Abwehr. Jan Minas (links) und Stefan Riedel können den Ronneburger nicht bremsen.

Richard Vogel (rechts) findet aus dem Rückraum eine Lücke in der Hermsdorfer Abwehr. Jan Minas (links) und Stefan Riedel können den Ronneburger nicht bremsen.

Foto: Jens Lohse

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Die Siegesserie des HSV Ronneburg in der Handball-Thüringenliga hält an. Auch im achten Spiel hintereinander setzte sich die Sieben von Trainer Christian Hoppe durch, der diesmal allerdings wegen eines Virus nicht selbst auf der Bank sitzen konnte und deshalb vom verletzten Christopher Stölzner vertreten wurde.

Vor fast vollem Haus behauptete sich der Gastgeber mit 29:28, wobei die Ronneburger gut vier Minuten vor Abpfiff bereits mit 29:25 führten, es zum Schluss aber doch noch einmal eng wurde. „Es war das erwartet schwere Spiel. Kämpferisch haben wir alles gegeben und hatten das bessere Ende für uns. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft. Wenn einmal etwas nicht funktioniert hat, haben sich die Spieler einander geholfen. Den Ausschlag hat wohl gegeben, dass wir weniger freie Bälle liegen gelassen haben als die Hermsdorfer“, resümierte Christopher Stölzner, der sein Team nun auch am Donnerstag beim Spitzenreiter in Bad Blankenburg nicht chancenlos sieht.

Schon in die erste Hälfte waren die Ronneburger besser gestartet. Beim 9:5 (16.) schien man sich absetzen zu können. Aber die Holzländer ließen nicht abreißen, intensivierten ihre Offensivbemühungen und waren beim 10:10 (22.) wieder dran. Mit einem 15:15 ging es auch in die Pause.

Nachdem Hermsdorf noch dreimal in Führung gegangen war, ergriff wieder der Gastgeber die Initiative. Ein verwandelter Siebenmeter des bei Strafwürfen sehr sicheren Michael Halbauer zum 21:19 (40.) gab die Richtung vor. Eine doppelte Unterzahl mit Zeitstrafen für Silvio Stölzner und den Tschechen Lukas Zverina überstanden die Ronneburger mit nur einem Gegentor, trafen in dieser Zeit aber auch durch Andre Stölzners Distanzwurf aus dem Handgelenk – 23:21 (45.). Beim 25:25 (51.) war immer noch alles offen. Das Heimpublikum spürte, wie sehr es die HSV-Sieben brauchte. Frenetisch feuerte man das eigene Team an. Die letzten drei Begegnungen nach dem Hermsdorfer Abstieg aus der Mitteldeutschen Oberliga hatten die Ronneburger nicht gewinnen können. Doch diesmal wollte man den Bock umstoßen. Torwart Hannes Seidemann parierte Wurf auf Wurf. Michael Halbauer überzeugte mit seiner Eiseskälte bei zwei weiteren Siebenmetern, während auf Richard Vogel und Mirko Alexy ohnehin Verlass war.

Beim 29:25 schien eine Vorentscheidung gefallen, doch steckte Hermsdorf noch nicht auf. Jan Minas verkürzte, ehe Silvio Stölzner beim Stand von 29:26 zum dritten Mal für zwei Minuten vom Feld musste und damit Rot sah (58.). Unmotivierte Würfe und zu leichte Ballverluste der Hausherren bestraften Jan Heilwagen und Maximilian Remde weiter. 29:28 stand es nur noch, als Christopher Stölzner 20 Sekunden vor Schluss nochmals die grüne Karte zum Zeichen einer Auszeit auf den Zeitnehmertisch legte.

Clever spielte das Team anschließend die Zeit herunter, auch wenn der letzte Torwurf von Kreisläufer Lukas Zverina nicht mehr von Erfolg gekrönt war. „Zwar haben wir verpasst, zeitig den Deckel drauf zu machen. Aber aus den Fehlern von Mühlhausen in der Hinrunde haben wir gelernt und sind cleverer geworden. Ein großer Dank gebührt unseren Zuschauern“, strahlte Christopher Stölzner bis über beide Ohren.

Ronneburg: Seidemann, Puhl – Eisenstein (2), Halbauer (7/5), Zverina (2), M. Beer, Lange, A. Stölzner (3), S. Stölzner (2/Disqualifikation), Alexy (7), Vogel (6), D. Beer. Hermsdorf: Nedved, Zehmisch – Rudolph (3/2), Schreck, Reis (7), Schreiber (2), Riedel (2), Hammer (2), Heilwagen (2), Ehm, Möller, Remde (6), Krüger,Minas (4). SR: Carsten Klich/Lutz Pfefferkorn (Eisenberg). Siebenmeter: Ronneburg 6/5, Hermsdorf 3/2. Zeitstrafen: Ronneburg 4x2 min, Hermsdorf 2x2 min.

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