Im Rüdersdorfer Kindergarten rodelnd in den Obstgarten

Rüdersdorf  Kinderland am Waldesrand bekommt neu gestalteten Außenbereich und Bundestagsabgeordneter Volkmar Vogel machte sich ein Bild davon

Die Kindergartenkinder Fabienne aus Gera und Michel aus Rüdersdorf freuen sich schon auf die neue, überdachte Terrasse an ihrem Kinderland am Waldesrand. Sie gehen gerne in die Kita. ­Besonders gefallen ihnen die wöchentlichen Waldbesuche mit ihrer Gruppe, bei denen sie mit Ästen, Blättern und Wurzeln Buden bauen und Tiere beobachten können.

Die Kindergartenkinder Fabienne aus Gera und Michel aus Rüdersdorf freuen sich schon auf die neue, überdachte Terrasse an ihrem Kinderland am Waldesrand. Sie gehen gerne in die Kita. ­Besonders gefallen ihnen die wöchentlichen Waldbesuche mit ihrer Gruppe, bei denen sie mit Ästen, Blättern und Wurzeln Buden bauen und Tiere beobachten können.

Foto: Conni Winkler

Der Presslufthammer läuft, die Rüttelplatte schüttelt gefühlt das gesamte Kindergartengebäude durch. Die Arbeiten im Außenbereich vom Kinderland am Waldesrand in Rüdersdorf laufen auf Hochtouren. Am Montag war Bundestagsabgeordneter Volkmar Vogel (CDU) im Kindergarten und machte sich gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Becker (CDU) ein Bild davon, wie Fördermittel der EU und des Bundes hier verwendet werden.

Im Rahmen seiner diesjährigen Sommertour besucht er ­verschiedene Betriebe und schaut sich Baumaßnahmen in der Gegend an. Eigentlich sei er immer unterwegs im Land, wenn er sitzungsfreie Zeiten habe, sagt der Bundestagsabgeordnete. „Ich will wissen, ganz all­gemein gesprochen, wie die Fördermittel eingesetzt werden und ob die Maßnahmen so funk­tionieren, wie sie sollen.“ Gebe es Probleme, nehme er sie mit in die Sitzungen, um gegebenenfalls Nachbesserungen bei ­Vergabe von Fördermitteln und bei Gesetzen anstoßen zu können.

Gebaut wird hier am Kindergarten in drei Bauabschnitten. Begonnen wurde schon im vergangenen Jahr mit dem Abriss eines Anbaus, der nie fertig wurde und nur als Unterstellmöglichkeit für die Gemeinde diente. Dieser Anbau wurde 1986 begonnen, um die steigende Nachfrage nach Kindergartenplätzen abzudecken. „Aber nach der Wende hatten wir einen starken Rückgang an Geburten zu verzeichnen“, sagt Kindergartenleiterin Gabriele Heiland.

In diesem Jahr ist das Kindergartengebäude trockengelegt worden – im Keller gab es Probleme mit Feuchtigkeit – ein Kinderwagenabstellplatz ist im Bau und eine neue Außenterrasse mit Überdachung ist im Entstehen. „Die Terrasse wird in Zukunft dank der Überdachung auch bei schlechtem Wetter nutzbar sein. So können die Kinder immer an der frischen Luft sein und wir können draußen essen“, sagt die Kitaleiterin Gabriele Heiland. Mit den trockengelegten Kellerräumen bekommt der Kindergarten mehr Lagerflächen und ein Teil wird sogar als Garderobe nutzbar.

Gerade der Kinderwagenabstellplatz sei schon seit längerem von den Eltern gefordert worden. Ebenso gebe es nicht genügend Parkmöglichkeiten. „Diese werden im Zuge der Neugestaltung des Außenbereichs ebenfalls geschaffen“, sagt Bernd ­Becker. Schließlich würden Kinder heutzutage mit dem Auto gebracht. Da braucht es genügend Parkflächen. Auf dem freigewordenen Gelände – da, wo früher der Anbau stand – werden ein Rodelberg und ein Obstgarten angelegt. Das werde aber erst im nächsten Jahr umgesetzt. Im Herbst 2020 werde der letzte Bauabschnitt seine Vollendung finden, sagt der Bürgermeister.

Insgesamt kostet die Gestaltung des Außenbereichs inklusive Abriss und Trockenlegung 270.000 Euro. Davon kommen 160.000 Euro aus verschiedenen Fördertöpfen, erklärt Volkmar Vogel. Von der EU stamme ein Teil des Geldes aus dem Fördertopf zur Entwicklung des ländlichen Raumes und dieser sei Teil der gemeinsamen Agrarpolitik der EU. Der Bund wiederum stelle Geld zur Verfügung, das noch aus dem Topf zur Schaffung von Kindergartenplätzen stamme, der zu der Zeit aufgemacht wurde, als das Gesetz zum Recht auf einen Kita-Platz beschlossen wurde, wie Vogel sagt.

Ben Becker ist wie Volkmar Vogel sehr zufrieden mit dieser Investition. „Schließlich müssen wir dafür sorgen, dass junge Leute in den kleinen Gemeinden wohnen bleiben“, sagt Becker. „Das ist ganz wichtig für die ländliche Region“, sagt auch Vogel. Beide sind sich einig, dass es gut investiertes Geld ist. Bürgermeister Becker sagt, man habe in der Gemeinde vier weitere Kindergärten, die alle in sehr gutem Zustand seien.

Auch wenn das Kinderland am Waldesrand noch eine Weile Lärm ertragen muss – bis Ende August werden die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt andauern – so habe man sich doch gut arrangiert mit der Baufirma, sagt die Kindergartenleiterin. „Die Bauarbeiter sind sehr rücksichtsvoll. Wenn die Kinder Mittagsschlaf halten, dann ruhen die lärmlastigen Arbeiten für zwei Stunden.“ So lasse sich das aushalten.

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