Im Schankhaus schmieden sie ihre Ideen

Gera  Ausstellung fifty-fifty-fifty mit drei Ostthüringer Künstlern in der Volksbank Gera zu sehen.

Bis zum 10. Januar 2020 wird in der Hauptfiliale der Geraer Volksbank in der Leipziger Straße die Ausstellung fifty-fifty-fifty der drei Künstler Kay Voigtmann, Joachim B. Schulze und Erik Buchholz (von links) gezeigt.

Bis zum 10. Januar 2020 wird in der Hauptfiliale der Geraer Volksbank in der Leipziger Straße die Ausstellung fifty-fifty-fifty der drei Künstler Kay Voigtmann, Joachim B. Schulze und Erik Buchholz (von links) gezeigt.

Foto: Peter Michaelis

Sie legen 149 Jahre in die Waagschale. Das eine Jahr kommt im Dezember dazu. Zu Joachim B. Schulzes runden Geburtstag steigt eine 50-Prozent-Party in den Kaiserwerken. Vielleicht kommen seine Künstlerfreunde Kay Voigtmann und Erik Buchholz. Schankhäuser seien Ideenschmieden. Gastronomie spielt bei ihm immer eine Rolle, meint das Trio. Es hat Spaß, sich bei Treffen die Wortbälle zuzuwerfen. Die Drei ­kennen sich schon lange. Zwei aus dem Vorschulalter und aus der gemeinsamen Christenlehre. Voigtmann stieß später dazu, als junge Künstler mit der ­Wende etwas bewegen wollten.

Erstmals stellen die drei Ostthüringer Künstler gemeinsam aus. Die Volksbank Gera Jena Rudolstadt in der Leipziger Straße präsentiert 40 Arbeiten der 50-Jährigen. Dass sie auch befreundet, mit einer gehörigen Portion Humor ausgestattet sind und gern lachen, ist zu spüren, wenn sie die schönste Arbeit der jeweils anderen Zwei in dieser Schau aussuchen. Joachim B. Schulze findet Buchholz‘ „10 Kissen“ gut, „drückt Gemütlichkeit aus“. ­Voigtmanns „Morgens heeme – feucht und glücklich“ lässt überbordende Lebensfreude raus. Eine leicht bekleidete Dame hält ein Glas Sekt in der Hand. Auf der Schulter äugt ein Kater.

Kay Voigtmann favorisiert Buchholz‘ „Kleine Nacht“. Fantasievoll sei die Arbeit mit dem Haus auf der Spitze und dem Mond, der herauslugt. An ­Voigtmanns „Der letzte Schliff“ habe er „Trageerinnerung“. „Ich habe ihm manchmal geholfen, die Schleifmaschine aus dem Auto herauszuholen und die Treppen hinauf zu schleppen.“ Seit Oktober 2016 ist sie vergoldet, mit dem der Konzeptkünstler einst Dielenböden bearbeitete, zuletzt in einer Villa in Halle.

Erik Buchholz wählt die 2019er-Handzeichnung „Böse Putti“ von Voigtmann aus, weil „die Engel so schön schräg sind.“ Bei Schulze ist es „...kühler weht der Wind “, Installation und Performances. „Ich war vor 30 Jahren in dieser Werkstatt“, berichtet Buchholz. In der Ausstellung ist das Objekt als Fotoreproduktion zu bestaunen.

Die Schau, die gestern Abend eröffnet wurde, erregte schon vorab die Aufmerksamkeit. „Vergangenen Donnerstag beim Aufhängen der Bilder, wollten schon Kunden Arbeiten erwerben“, sagte Stefanie Bärthel, Regionaldirektor der Volksbank Gera Jena Rudolstadt. Ab heute können Interessierte die Exponate kaufen.

Gegenwärtig arbeiten die drei Künstler an einem gemeinsamen Objekt und zwar an der Jahresgabe des Kunstvereines Gera, der sich damit bei seinen Förderern und Freunden für die Hilfe im vergangenen Jahr bedankt. Der Verein besteht seit 20 Jahren. Am 22. November legt das Trio seine Arbeit vor.

Die Exposition fifty-fifty-fifty kann zu den Geschäftszeiten der Bank, Leipziger Straße 41 in Gera bis zum 10. Januar 2020 besichtigt werden.

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