Kommentar: Das Alte darf überdauern

Sylvia Eigenrauch über eine Herzensangelegenheit eines Geraers.

Sylvia Eigenrauch

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Foto: Peter Michaelis

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Versteckt liegt das kleine Haus, das 500 Jahre auf dem Buckel hat. Dass es nicht eingefallen ist, grenzt an ein Wunder. Schon 1953 berichteten die Thüringer Neuesten Nachrichten, dass das Gebäude „stark reparaturbedürftig“ sei.

Diese Reparaturen haben nun im Vorjahr begonnen. Sie bedeuten unglaublich viel Handarbeit. Dass sich Silvio Dietsch das zutraut, erklärt er emotional. „Es ist eine Herzensgeschichte“, sagt er. Als er 2012 ein Haus gegenüber sanierte, habe er den Blick vom Gries 5 mit seinem schmückenden Treppenturm nicht lassen können. Nicht sehr viel größer als die Wohnfläche dort ist das knapp 200 Quadratmeter große Grundstück. Auf ihm ist aus abgebrochenen Natursteinen eine neue Mauer zum Garten des Otto-Dix-Hauses und auch ein Hochbeet gebaut worden. Dass sich hier auch Fledermäuse wohlfühlen sollen, ist eingeplant. Für sie soll ein Kasten gebaut werden.

Als vor Jahren in der Nachbarschaft das Lummersche Backhaus, bestehend aus zwei Gebäuden, denkmalgerecht saniert wurde, war die Bewunderung groß. Für die Bauherren war es ein Projekt, an dem sie im Umgang mit alten Denkmalen viel gelernt haben. Längst wandten sie ihr Wissen an anderen Bauten an. Jetzt ist ein Experte fürs Holz auch beim Gries 5 Ratgeber. Dass möglichst viel vom Alten überdauert.

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