Meine Meinung

Kommentar: Denkmal für ein Genie

Sylvia Eigenrauch über Enthusiasten, die den Stolz auf Gera heben wollen

Sylvia Eigenrauch

Sylvia Eigenrauch

Foto: Peter Michaelis

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Wissenschaftliche Werke wie die 30-bändige Flora von Deutschland mit Zeichnungen von Walter Müller werden noch heute nachgedruckt. Schon allein das ist ein Beweis für die außergewöhnlichen Leistungen eines Geraers, der in seiner Heimatstadt eher unbekannt ist. Das zu ändern, ist eine kleine Arbeitsgruppe von Enthusiasten angetreten. Ihnen lag es am Herzen, die Verdienste des Lithographen öffentlich zu machen und so auch den Stolz der Geraer auf den Sohn ihrer Stadt zu heben.

In der Galerie der berühmten Geraer im Treppenhaus des Museums für Naturkunde am Nicolaiberg fehlt er noch. Er ist kein Botaniker, kein Zoologe oder Geologe, aber aufgehoben wäre die Erinnerung an ihn dort richtig. Heute würde man ihn vielleicht Wissenschaftsgrafiker nennen.

Nicht nur Demut vor seinem Werk, sondern auch das Bewusstsein, ihm als Drucker und Verleger nachzufolgen, veranlassten Harald Frank, sich in Recherchen zu vertiefen und mit seinen Mitstreitern eine feine Ausstellung zu konzipieren. Das persönliche Berührtsein ließ ihn nicht lockerlassen. Er kennt ihn noch, den Alpengarten in der Schillerstraße, in denen Müller Pflanzen zog und zeichnete. Franks Vater kaufte mit der Ludwig-Jahn-Straße 4 das Haus, in dem einst Walter Müller mit Familie lebte und auch Enkel Klaus kannte er 55 Jahre.

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