Meine Meinung

Kommentar: Kultur statt Verfall am Geraer Mohrenplatz

Mit dem anstehenden Verkauf des Hof- und Kammergutes dürfte früher oder später die Galerie A1 Geschichte sein.

OTZ Lokalredakteur Marcel Hilbert 

OTZ Lokalredakteur Marcel Hilbert 

Foto: Peter Michaelis

Mit der Galerie A1 geht Frank Lohse in dem schmucken, aber vom Zahn der Zeit gezeichneten Reußischen Beamtenhaus am Mohrenplatz 2020 bereits ins fünfte Jahr. Die Räume selbst, die neben Ausstellungsfläche auch ein Atelier beheimaten, versprühen einen, sagen wir mal, rustikalen Charme. Trotzdem strotzen die mit Kunst vollgepackten Räume vor Atmosphäre und Kreativität. Die kulturelle Ballung am Mohrenplatz, mit der Galerie M1 und natürlich dem Otto-Dix-Haus ist gewollt.

Gern würde der Künstler und Kunstlehrer am Goethegymnasium/Rutheneum diese kostengünstige Zwischennutzung ansonsten wohl leer vor sich hin welkender Räumlichkeiten fortsetzen, wenigstens bis zum 130. Geburtstag von Otto Dix in zwei Jahren. Dass mit dem bevorstehenden Verkauf des Hof- und Kammergut-Ensembles die Galerie im Beamtenhaus über kurz oder lang Geschichte sein wird, da gibt sich Frank Lohse keinen Illusionen hin. Die Frage sei, wer den Zuschlag bekommt und wie lange die Entwicklung dauert, meint er vielsagend. Auch wenn er seine Blicke schon nach anderen Räumen in der Nachbarschaft schweifen ließ, um/für jeden Preis ist ein solches Engagement sicher nicht aufrechtzuerhalten. Es wird interessant, wie es mit dem Ensemble am Mohrenplatz weitergeht. Sicher auch ein spannendes Diskussionsthema zur Dix-Geburtstagsfeier.

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