Meine Meinung

Kommentar: Murks nicht schön reden

Im Bildungsausschuss wurde eines deutlich: Wenn Argumente austauschbar werden, wird politische Arbeit beliebig.

Sylvia Eigenrauch

Sylvia Eigenrauch

Foto: Foto: Peter Michaelis

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Der Stadtrat beschließt die Richtung und Grundsätze des kommunalen Handelns. Die Stadtverwaltung erfüllt diese Beschlüsse. Das ist die reine Lehre. Was aber, wenn wie im konkreten Beispiel der Stadtrat eine Zwei-Feld-Turnhalle für die Ostschule beschlossen hat und die Stadtverwaltung aus Sparzwängen ein halbes Feld streicht. Noch dazu ohne den Stadtrat zu informieren? Dann wird beschwichtigt. Bis nach Chemnitz sei man gefahren und habe sich beraten. Ganz, ganz viele Gespräche habe es gegeben. Schließlich sei die Entscheidung gemeinsam mit dem Schulleiter und den Sportlehrern gefallen. Ja, und leicht gemacht habe man sie sich auch nicht. Im Nachhinein bringt es nichts um das Versäumnis herum zu reden. Besser wäre es, noch einmal zu fragen, ob es nicht Murks ist, eine neue Turnhalle zu amputieren, um dort Klassenräume unterzubringen. Sport kommt ohnehin schon viel zu kurz. Warum muss man ihn in einem Neubau auch noch räumlich beschränken? Das wäre der richtige Ansatz, um im Interesse der Geraer zu handeln. Als Stadträte und als Stadtverwaltung. Kritisch wird es, wenn die Argumente austauschbar sind. Einmal gibt man den Lehrkräften großes Gewicht bei der Mitsprache. Das andere Mal, bei dem von den Bauplänen gestrichenen Eingangsportal, hört die Stadtverwaltung nicht hin.

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