Kreisoberliga: 40 Tore in sieben Spielen

Gera Schmölln Greiz Kraftsdorf Gößnitz Gera Gera  Torejagd in der Fußball-Kreisoberliga. Spitzenreiter Niederpöllnitz mit Problemen gegen Eurotrink. Meuselwitz und Schmölln in Lauerstellung

Münchenbernsdorfs Torwart Benjamin Kampe muss bei der Geraer Wismut-Reserve siebenmal hinter sich greifen.

Münchenbernsdorfs Torwart Benjamin Kampe muss bei der Geraer Wismut-Reserve siebenmal hinter sich greifen.

Foto: Jens Lohse

BSG Wismut Gera II – SV Münchenbernsdorf 7:0 (3:0)

Mit dem Kantersieg über Schlusslicht Münchenbernsdorf kletterte die Wismut-Reserve auf Rang acht. Bei den Gästen hatte Trainer Marco Babik am Vorabend der Partie sein Amt zur Verfügung gestellt. Thomas Geßner saß deshalb interimsmäßig auf der Bank. Dennoch ging kein Ruck durch das personell nicht schlecht aufgestellte Gäste-Team, dem Kampfgeist und Siegeswillen abhanden gekommen scheinen. Ein direkt verwandelter Weiß-Freistoß (15.) leitete die Torejagd der Orange-Schwarzen ein. Noch vor der Pause erhöhten der erstmals mit der Kapitänsbinde um den Arm auflaufende Köhler per Elfmeter (32.) und Soumahoro (34.) auf 3:0. Nach Wiederbeginn ließ die Beck-Elf nicht locker. Auch Praeger stellte seine Freistoß-Künste unter Beweis (51.). Alsaneea erst per Heber (55.) und dann allein vor Keeper Benjamin Kampe (82.) sowie Köhler ins kurze Eck (60.) schraubten das Endergebnis auf 7:0 in die Höhe. Sogar ein zweistelliger Sieg der Hausherren lag im Bereich des Möglichen.

SV Schmölln 1913 – TSV 1880 Rüdersdorf 3:1 (0:0)

Die Pflichtaufgabe Rüdersdorf lösten die Schmöllner nur mit Mühe. Nach einer torlosen ersten Hälfte gingen die Knopfstädter nach Vorarbeit von Pitschel durch Neumaier sofort in Führung (46.). Während Sieler-Fischer kurz darauf das zweite Tor verpasste, glichen die Rüdersdorfer wenig später durch den schnellen Roßmann aus (49.). Der TSV kämpfte und besaß durch Bottner eine weitere Großchance. Doch schließlich hatte der Tabellendritte aus Schmölln den längeren Atem. Rüger brachte die Hausherren mit dem 2:1 auf die Siegerstraße (72.). May setzte kurz vor Abpfiff den 3:1-Schlusspunkt (88.).

SV Blau-Weiß 90 Greiz – SG FC Altenburg 5:2 (2:1)

Bei bestem Fußballwetter in Herrenreuth geriet der Aufsteiger zwar durch Härtels Treffer früh in Rückstand (5.). Beeindrucken ließen sich die Greizer davon aber nicht. Ein Doppelschlag von Torjäger Himmer mit seinen Saisontreffern 15 und 16 wendete früh das Blatt, wobei das 1:1 aus einem verwandelten Elfmeter resultierte (19., 20.). Mit dem Vorsprung im Rücken kontrollierten die Blau-Weißen die Partie immer mehr. Auch Felix Körner trug sich doppelt in die Torschützenliste ein (50., 73.). Aus einer Vielzahl von Chancen machten die Greizer eher noch zu wenig. Trotzdem erhöhte Lott auf 5:1 (76.), bevor Opitz nach einem zu kurz geratenen Rückpass für die Skatstädter nochmals auf 5:2 verkürzte (86.).

Kraftsdorfer SV 03 – SV Roschütz 3:2 (1:0)

Die Roschützer konnten auch in Kraftsdorf ihre Krise nicht abschütteln und verloren mit 2:3. 75 Minuten lang wussten die Erlbachtaler zu überzeugen, die schon nach fünf Minuten durch Häselbarth hätten in Führung gehen können. So ließ das 1:0 eine gute halbe Stunde auf sich warten. Steinerts erster Schuss wurde noch geblockt, der zweite Versuch von der Strafraumgrenze war drin (32.). Nach Ullrichs Rückpass von der Grundlinie erhöhte Böhnstedt nach Wiederbeginn auf 2:0 (50.). Häselbarth legte nach Doppelpass mit Paul Steinert das dritte Tor nach (68.). Roschütz bäumte sich nochmals auf. Friedemann verkürzte nach einem langen Ball (76.) und legte nach einer Ecke am kurzen Pfosten das 3:2 nach (87.). Die Schlussminuten überstand Kraftsdorf aber ohne weiteren Gegentreffer, woran auch der nach einer Fingerverletzung von Felix Bastisch zwischen die Pfosten gerückte Keeper Eulitz seinen Anteil hatte.

FSV Gößnitz – SV Rositz 0:1 (0:0)

Als alle in Gößnitz schon mit einem torlosen Remis rechneten, trat der Rositzer Reichel auf dem Kunstrasen zum 18 m-Freistoß an. Gefühlvoll hob er das Leder über die Mauer ins Dreiangel - 0:1 (89.). FSV-Torwart Fichte konnte nur tatenlos hinterher schauen. Bis dahin hatten sich beide Mannschaften nicht sonderlich weh getan. Mit dem knappen Sieg festigte der SV Rositz seinen fünften Tabellenrang, während Gößnitz nun Drittletzter ist.

SG Gera-Pforten – FSV Meuselwitz 3:6 (2:3)

Torefestival im Erdbeerstadion. „Den Unterschied hat heute die Effizienz im Abschluss ausgemacht. Beide Teams hatten sieben Großchancen. Wir haben dreimal getroffen, Meuselwitz aber sechsmal“, fasste Pfortens Trainer Mike Brümmer den Spielfilm zusammen. Sparbrod (23.) und Dietrich (28.) hatten die Gäste vor der Pause zweimal in Führung gebracht, die Hausherren durch David Scholz (26.) und Schroth (31.) jeweils postwendend ausgeglichen. Schwerer lag den Pfortenern das 2:3 von Gentzsch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte im Magen (45.+1). Auch nach Wiederbeginn war den Geraern das Spielglück nicht hold. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau legte Dietrich per Sonntagsschuss das 2:4 nach (67.). Rothers verwandelter Elfmeter (77.) und Mühlmann (79.) bauten das Ergebnis für die abgezockten Gäste auf 2:6 aus. Scholz´Treffer zum 3:6-Endstand war nur noch Ergebniskosmetik (80.).

SV Blau-Weiß Niederpöllnitz – SG Eurotrink 4:3 (3:1)

Aufsteiger Eurotrink leistete bei Spitzenreiter Niederpöllnitz harten Widerstand. Nach einer halben Stunde auf Augenhöhe schwächelte der Gast kurz vor der Pause. Linsel brachte die Blau-Weißen nach einer Müller-Ecke mit 1:0 in Führung (38.). Noch vor der Pause fand Kapitän Lukas Müller zu alten Treffsicherheit zurück und ließ den Gastgeber auf 3:0 enteilen (40., 44.). Das 3:1 durch Michaelis (45.) wertete man im Niederpöllnitzer Lager nur als Schönheitsfehler. Nach dem 3:2 durch Einwechsler Altheide (72.) wurde es nochmals eng. Zum Glück hatte auch Blau-Weiß-Trainer Karsten Schmidt ein feines Händchen bewiesen. Joker Schmeißer stellte mit den 4:2 (75.) den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Nach Altheides 4:3 (89.) warfen die Geraer alles nach vorn und wären in der Nachspielzeit fast noch zum Ausgleich gekommen. Mit etwas Glück verteidigte Niederpöllnitz seine weiße Weste und gewann auch das zehnte Punktspiel in Folge.

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